Das letzte Jahr war voll gepackt mit wichtigen Ereignissen. Es lohnt ein Blick zurück auf die Überraschungen, Hoffnungsträger und Pleiten, bevor 2015 so richtig losgeht. fabeau vergibt non-physische Awards in zwölf Kategorien.

Absteiger des Jahres

Platz 1: Der tiefe Fall des Karl-Heinz Müller – fast ohne Worte. Der Macher der ehemals größten Modemesse hat keine Messe mehr, dafür aber einen Haufen Schulden. Die Gründe für den Abstieg sind vielfältig. Tragischer ist aber, dass es sich der offenbar zu visionäre Branchen-Leitwolf angesichts seiner vielen Gesinnungswandel (Blaue Briefe, Endkunden oder Barcelona) mit vielen verscherzt hat.

Platz 2: Die Zeit der Chauvis ist vorbei: Weil’s am Image kratze und die Zahlen mies waren, wurden dieses Jahr gleich zwei CEOs entmachtet. Dov Charney wurde bei seiner Firma American Apparel rausgeschmissen und Michael Jeffries, der das Abercrombie & Fitch-Imperium geschaffen hatte, wurde unrühmlich abgesägt. Vielleicht treffen sich die beiden Machos ja mal auf einen Drink und sinnieren über Management-Skills des 21. Jahrhunderts?

Platz 3: Der mittelständische, innerstädtische Modehandel hatte leider auch einige Verlierer zu vermelden: Lieblings Frankfurt, Schlichting und Flip in München, Krauß MC in Böblingen sind nur einige Beispiele. Frequenzschwäche, Rabattschlachten und die immer härter werdende Konkurrenz mit Vertikalen, Monobrand-Stores und Online-Shops machen viele kleinere Läden wortwörtlich handelsunfähig.

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