Mehr Geld für Textilarbeiter
Abschluss kurz vor Schluss: Die IG Metall hatte schon mit Warnstreiks gedroht und dann einigten sich Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter auf einen neuen Tarifvertrag. Die Beschäftigten erhalten in den nächsten 24 Monaten 5% mehr Geld in zwei Stufen.
Zusammengenommen sind es am Ende dann doch irgendwie 5%, faktisch allerdings weniger
In der dritten und letzten Verhandlungsrunde einigten sich die Arbeitgeber und die IG Metall nach durchaus zähen Verhandlungen auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 120.000 Beschäftigten der westdeutschen Textilindustrie. In der Nacht vom 6. auf den 7. November wurde in Bocholt entschieden, dass die Beschäftigten von Januar bis April 2013 je eine Einmalzahlung in Höhe von 60 Euro (Auszubildende je 25 Euro) erhalten. Ab Mai 2012 gibt es dann für alle Arbeitnehmer 3% mehr Lohn und Gehalt. Ab Juni 2014 werden die Entgelte dann um weitere 2% angehoben. Die Ausbildungsvergütungen steigen überproportional um 50 Euro, um die Branche attraktiver für den Nachwuchs zu machen. Abhängig von der wirtschaftlichen Lage der einzelnen Betriebe gibt es individuelle Stellschrauben, um die Unternehmen nicht übermäßig zu belasten. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und endet am 31. Oktober 2014.
“Akzeptabel” und “gerade noch vertretbar”: Überzeugung klingt anders
Während die IG Metall den Abschluss als „akzeptabel“ bezeichnet und die Einigung für einen „tragfähigen Kompriss“ hält, spricht Arbeitgeber-Verhandlungsführer Wolfgang Brinkmann (textil+mode) von einem „gerade noch vertretbaren“ Ergebnis angesichts der aktuellen konjunkturellen Entwicklung. Die IG Metall zeigte sich allerdings enttäuscht über die Diskussion zum demografische Wandel. Zu diesem Thema wollen beide Seiten Anfang des Jahres wieder zusammenkommen.
Foto: via IG Metall





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