2,5% und noch mal 2,3% mehr Geld im Osten
10 Stunden später: In der zweiten Runde einigen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite der ostdeutschen Textilindustrie sich am Donnerstag auf insgesamt 4,8 Prozent mehr Geld.
Keiner Aufschwung im Osten: 4,8% mehr Lohn und Gehalt
Die IG Metall und der Arbeitgeber-Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (vti) haben sich am 24. März in Chemnitz auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Zur Tarifeinigung gehört, dass die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 1. Juni dieses Jahres um 2,5% steigen. Ab dem 1. April 2012 wird die Vergütung dann erneut um weitere 2,3% angehoben. Zusätzlich wird das Urlaubsgeld in 2011 um 35 Euro und in 2012 um noch einmal 35 Euro erhöht.
Insbesondere die Azubis werden sich freuen. Ab 1. August erhalten sie in allen Stufen zusätzlich rund 60 Euro mehr Geld. Dazu gab es das Versprechen, dass sie nach ihrer Ausbildung für mindestens zwölf Monate übernommen werden.
Die IG Metall wertet die Einigung als Sieg: Man habe die Arbeitgebervertretet davon überzeugt, dass sich nicht niedrigere Löhne, sondern motivierte und fair bezahlte Mitarbeiter sich zum Wettbewerbsvorteil auswirken.
Wie beim kürzlich geschlossenen Tarifvertrag der westdeutschen Textilindustrie soll eine Koordinierungsgruppe gebildet werden, die Empfehlungen zu den Themen Bildung und Qualifizierung, alters- und alternsgerechte Arbeitsbedingungen sowie flexible Übergangsformen in den Ruhestand vorstellt, die von den Tarifparteien bis Ende Januar 2013 verhandelt werden sollen.
Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2011.



Kommentare
Keine Kommentare bisher.