Gute Aussichten: Der deutsche Einzelhandelsverband rechnet mit einem gutem Weihnachtsgeschäft. Insgesamt sollen in den nächsten zwei Monaten mehr als 80 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke ausgegeben werden – so viel wie noch nie.

Nominal rechnet der HDE für das Weihnachtsgeschäft mit einem Plus von 1,5 Prozent

Trotz einiger Konjunktursorgen kann der deutsche Einzelhandel optimistisch auf die kommenden Wochen blicken. Die Deutschen sind nach wie vor in guter Konsumlaune und planen sich reichlich zu beschenken. Der deutsche Handelsverband HDE rechnet für das Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus von nominal 1,5%, was allerdings weniger ist als in den Jahren zuvor (2010: +3,0%, 2011: +1,7%) Insgesamt wird der Handel in den Monaten November bis Dezember rund 80,4 Mrd. Euro umsetzen, mehr als je zuvor. Dabei wird der Onlinehandel weiter zulegen und Marktanteile gewinnen. Der Weihnachts-eCommerce-Umsatz wird auf 7,4 Mrd. Euro geschätzt, was rund einem Viertel des gesamten Jahresumsatzes entspricht. Insgesamt rechnet die eCommerce-Branche in 2012 mit Umsätzen in Höhe von 29,5 Mrd. Euro (+13% im Vergleich zum Vorjahr).

Für die Bekleidungs-und Modehändler rechnet der HDE im diesjährigen Weihnachtsgeschäft mit einem leichten Plus – sofern das Wetter mitspielt. Während der Einzelhandelsumsatz mit Bekleidung in den Monaten Januar bis August nominal 0,4% und real sogar um 3,2% unter Vorjahr lag, kann in den letzten zwei Monates des Jahres noch einiges aufgeholt werden. Schließlich entfallen auch im Bekleidungshandel knapp 19% des Jahresumsatzes auf die Monate November und Dezember. Allerdings wird es nicht leicht „nach den guten Umsatzzahlen der beiden Vorjahre“ weitere Umsatzsteigerungen zu erreichen, sagte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser.

Der gesamte deutsche Einzelhandel setzte in den ersten drei Quartalen 310,7 Mrd. Euro um, was ein nominales Plus von 1,5% bedeutet. Real waren es allerdings 0,5% weniger. Für das Gesamtjahr bestätigt der HDE daher seine Prognose: Ein nominales Plus von 1,5% sollte drin sein, wobei dies einem preisbereinigten Minus von 0,5% entspricht. Insgesamt betrüge der Einzelhandelsumsatz 2012 damit knapp 428 Mrd. Euro.

Foto: via flickr