HDE erhöht Jahresprognose, sieht das Weihnachtsgeschäft aber skeptisch
Der Handel glaubt nicht mehr an den Weihnachtsmann: Obwohl der Handelsverband seine Jahresprognose leicht von 1,5 auf 2 Prozent erhöht, sind die Erwartungen für das Weihnachtsgeschäft aufgrund der Schuldenkrise gedämpft.
Händler erwarten nur ein Plus von 1,5% für das diesjährige Weihnachtsgeschäft
Von Januar bis September 2011 lief es im deutschen Einzelhandel besser als erwartet, so die Zwischenbilanz anlässlich der Weihnachts-pressekonferenz des HDE am 9. November in Berlin. Durchschnittlich um 2,6% verbesserte sich die Umsatzentwicklung des Einzelhandels im engeren Sinne in diesem Zeitraum. Neben Fahrrädern, Glas/Keramik, Schmuck/Uhren, Möbel und Spielwaren, die Zuwächse von über 5% verbuchen konnten, verzeichnete der Modehandel immerhin ein Plus von 3,1% im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund dieser positiven Entwicklungen hebt der deutsche Handelsverband seine Prognose von 1,5% auf 2% an. „Die stabile Lage am Arbeitsmarkt und die gute Entwicklung der Einkommen sorgten bisher für eine positive Konsumstimmung“, begründet HDE-Präsident Josef Sanktjohanser heute in Berlin. Außerdem erwies sich der Onlinehandel als starker Wachstumstreiber: Für 2011 rechnet der HDE mit einem Gesamtjahresumsatz von über 26,1 Mrd. Euro nach 23,7 Mrd. Euro im Vorjahr.
Verhaltene Vorfreude über das bevorstehende Weihnachtsgeschäft
Für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft rechnet der HDE nach eine Händlerumfrage mit einem Plus von nominal 1,5% auf 78 Mrd. Euro. Grund für die gedämpfte Stimmung ist laut Sanktjohanser die Angst um einen drohenden Konjunktureinbruch als Folge der Euro-Schuldenkrise. Das Weihnachtsgeschäft ist für die Branche von großer Bedeutung, da in den letzten beiden Monaten des Jahres durchschnittlich rund ein Fünftel des Jahresumsatzes erlöst wird. In den typischen Geschenkesparten wie Spielwaren, Uhren/Schmuck, Bücher und Unterhaltungselektronik liegt der Anteil sogar bei weit über 20%. Der Onlinehandel wird von dem Weihnachtsgeschäft besonders profitieren und mit über 6,5 Mrd. Euro rund 10% mehr umsetzten als im Vorjahr (5,9 Mrd. Euro).
Foto: via flickr/Mikono















Kommentare
Keine Kommentare bisher.