Der französische Luxusgüterkonzern wächst, wächst und wächst: Der Luxuskrise und lahmen Konjunkturaussichten zum Trotz steigen die Umsätze in den ersten neun Monaten um mehr als 22 Prozent. Regional- und produktübergreifend wurden zweistellige Zuwächse realisiert.

Die Zeit auf seiner Seite: Hermès kann weiter zulegen

Die Pariser Hermès Gruppe hat im dritten Quartal ein Umsatzwachstums von 24,2% (wechselkursbereinigt von 15,7%) auf 849 Mio. Euro erreicht. Trotz der hohen Vorlage aus dem Vorjahr entwickelte sich insbesondere der eigene Einzelhandel „extrem robust“, teilte das Unternehmen mit.

Für die ersten neun Monate ergab sich so ein Gesamtumsatz von 2,440 Mrd. Euro, was einem Plus von 22,7% bzw. 15,5% bei konstanten Wechselkursen entspricht. Regional betrachtet kamen die stärksten Wachstumsimpulse aus Asien (ohne Japan), wo die Umsätze um 24% auf 782 Mio. Euro kletterten. In Frankreich erreichte Hermès in den ersten neun Monaten ein Plus von 13% auf 389 Mio. Euro, die Umsätze in Resteuropa stiegen um 20% auf 465 Mio. Euro. Die Taschen und Lederwaren aus dem Hause waren nach wie stark gefragt und konnten ein Umsatzplus von 21% (währungsbereinigt: 11%) auf 1,125 Mrd. Euro verbuchen. Der Ready-to-wear-Bereich verbuchte einen Umsatzsprung von 29% (wechselkursbereinigt: 21%) auf 528 Mio. Euro.

Aufgrund dieser guten Vorlage ist es sicher, dass Hermès im Gesamtjahr die 3 Mrd. Euro-Umsatzgrenze locker überspringen wird. Insgesamt rechnen die Pariser mit einem Umsatzplus von 13% bei konstanten Wechselkursen. Die operative Marge soll zwischen dem Wert von 2010 und dem Rekordhoch von 2011 liegen.

Foto: Hermès