Hermès: Mehr Umsatz im ersten Halbjahr
Besser als erwartet: Der Pariser Traditions-Luxuskonzern kann in den ersten sechs Monaten ein Umsatzplus von 22 Prozent bei aktuellen Wechselkursen verbuchen. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Zuwachs von 12 bis 14 Prozent.
Der konsolidierte Konzernumsatz der Hermès International belief sich im ersten Halbjahr 2011 (Stichtag: 30. Juni) auf 1,305 Mrd. Euro. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist das ein Anstieg von 22%. Aus Paris heißt es, dass sich das Wachstum des ersten Quartals im zweiten Quartal fortsetzte. Tatsächlich fiel das zweite Quartal mit einem Plus von 23% bei auf 668,4 Mio. Euro sogar besser aus als das erste mit 637,1 Mio. Euro.
Das Wachstum war im ersten Halbjahr von der starken Nachfrage in den Regionen Nordamerika und Asien (ohne Japan) geprägt, in denen Zuwächse von 34% bzw. 30% verzeichnet werden konnten. Auch im Heimatmarkt Frankreich (+21%) oder Europa (+20%) gab es zweistellige Zuwachsraten. Bei den Produktgruppen führt immer noch der Bereich Leder- und Sattlerwaren, der sich aufgrund von stark nachgefragten Kleinlederwaren und Handtaschen um 15% auf 630,1 Mio. Euro verbesserte. Die Bereiche Silk & Textiles und Fashion & Accessoires legten um 29% auf 151 Mio. Euro bzw. 30% auf 260,9 Mio. Euro zu.
Zu den Gewinnen äußerte sich das Unternehmen noch nicht, da die endgültigen Zahlen erst am 31. August veröffentlicht werden. Jedoch wies Hermès darauf hin, dass das operative Ergebnis deutlich markanter anstieg als der Umsatz, was nicht zuletzt auf die Veräußerung des Modehauses Jean-Paul Gaultier zurückzuführen war. Für das Gesamtjahr ist man in Paris optimistisch und rechnet bei den Umsätzen mit einem Gesamtjahresplus zwischen 12 und 14%. Hermès setzt dabei weiter auf den Ausbau eines eigenen Distributionsnetzwerkes wie etwa durch die Übernahme zweier Concessions in Moskau im Mai dieses Jahres und plant bis zum Jahresende bis zu zehn weitere Läden zu eröffnen.
Foto: Hermès






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