Hermès macht sich die Taschen voll
Der französische Luxushersteller Hermès International S.A. verbessert in der ersten Jahreshälfte Umsatz und Gewinn. Insbesondere wurden edle Lederprodukte in Asien nachgefragt.
Nach Unternehmensangaben vom Dienstag erhöhten sich die Umsatzerlöse des Pariser Luxuskonzerns im ersten Halbjahr auf 1,075 Mrd. Euro. Das sind 20% mehr als in der Vorjahreshälfte, unter Berücksichtigung der günstigen Währungskurse sogar 22,8% mehr. Das Geschäft in den eigenen Läden lief ausgezeichnet und erreichte ein Umsatzplus von 25% bei Berücksichtigung konstanter Währungskurse. Aber auch das Wholesale-Geschäft, das in 2009 enorme Einbrüche hinnehmen musste, zieht wieder an. Über alle Regionen hinweg, mit Ausnahme von Japan, wurde ein starkes Wachstum verzeichnet: in Europa +17%, in Amerika – dank der Eröffnung des neuen Flagship-Stores in den Madison Avenue – um +26% und in Asien um 45%. In China konnte Hermès das Vertriebsnetzwerk stärken und zwei neue Standorte eröffnen. Innerhalb der Produktgruppen verzeichneten Lederwaren und -taschen auf hohem Niveau ein Wachstum von 23%. Auch die Umsätze mit Parfums und Uhren stiegen um 25% bzw. 33% an. Ready-to-Wear und Fashion Accessoires legten um 18% zu und auch die Seide- und Textilien verzeichneten, dank neuer Kaschmir- und Seidenprodukte, ein Umsatzplus von 17%.
Der operative Gewinn verzeichnete einen Anstieg um 52% auf 304,5 Mio. Euro, während die entsprechende Gewinnmarge von 22,8% auf 28,3% anzog. Der Nettogewinn konnte um 55,2% von 125,4 Mio. auf 194,6 Mio. Euro zulegen.
Für die zweite Jahreshälfte rechnet Hermès mit einer durchschnittlichen Wachstumsquote von 12%. Hier macht sich die zunehmende Erholung in der Luxusgüterbranche bemerkbar, denn zu Beginn des Jahres rechneten die Franzosen noch mit einem Wachstum von nur 5%. Zum Jahresende plant Hermès die Eröffnung des neuen Flagship-Store in der Rue de Sèvres in Paris.








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