Time’s up... Der Bergkamener Modekonzern mit seinen rund 70 Tochtergesellschaften ist gestern vom vorläufigen ins eröffnete Insolvenzverfahren übergegangen.

Steilmann muss jetzt operativ selbst wieder Geld verdienen, um seine Mitarbeiter zu bezahlen. Das Insolvenzverfahren wurde eröffnet

Am 1. Juni hat das Amtsgericht Dortmund das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Steilmann SE (AZ: 251 IN 34/16) eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde wie erwartet der Dortmunder Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus bestellt, der die Unternehmensgruppe auch schon im vorläufigen Verfahren betreut hat. Er ist nun uneingeschränkt zuständig, d.h. er hat die alleinige Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über das gesamte Vermögen der Steilmann-Gruppe.

Die Beschäftigten des Konzerns sollen auch im Juni ihren regulären Lohn erhalten und die Geschäfte sollen weiter laufen. Kebekus ist weiter mit Hochdruck dabei, Käufer für die verschiedenen Unternehmensteile zu finden. Vor anderthalb Woche konnte er immerhin einen Käufer für die Schneiderei Nienhaus & Lotz (N&L) präsentieren. Für andere Unternehmen gibt es wohl Interessenten. Spätestens in drei Monaten muss Kebekus eine Gläubigerversammlung einberufen, wo diese dann über den Verlauf des weiteren Verfahrens entscheiden können.