Der Investorenprozess für die angeschlagene Bremer Modekette läuft auf Hochtouren. Drei Bietergruppen sind ernsthaft interessiert. Auch nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens sollen die zero-Läden geöffnet bleiben.

Die zero-Läden bleiben auch nach Juni weitergeöffnet und die Chancen auf den Verkauf an einen Investor stehen sehr gut

Nachdem zero im April einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt hat, haben die vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Malte Köster und Tim Beyer sich dafür entschieden, drei der über zehn vorgelegten indikativen Übernahmeangebote weiterzuverfolgen. Um welche drei Investorengruppen es sich dabei handelt, ist nicht bekannt. Unterstützt werden die Insolvenzverwalter bei den weiterführenden Gesprächen von den M&A-Beratern von K&H Business Partner aus Hamburg. „Der Fokus der Verhandlungen liegt nach wie vor darauf, einen starken Partner zur Fortführung der Unternehmensgruppe als Ganzes zu finden. Dabei stimmt uns der bisherige Verlauf des Investorenprozesses zuversichtlich, in den kommenden Wochen mehr zu konkreten Perspektiven sagen zu können“, so Köster.

Weiter teilten die Insolvenzverwalter mit, dass das operative Geschäft auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 1. Juni 2016 weitergeführt wird. Das heißt, die rund 100 zero-Shops und den 290 Shop-in-Shops bleiben weiter geöffnet. Es habe sich gezeigt, „dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung greifen“ und Löhne und Gehälter durch das laufende Geschäft abgesichert sind, so die Insolvenzverwalter.

Intern wird es aber zu Veränderungen bei zero kommen: Der langjährige Geschäftsführer Reinhard Fischer hat sich entschieden, sich aus der operativen Geschäftsführung zurückzuziehen. „Die vergangenen Monate waren äußerst intensive Monate. Nicht nur für mich, sondern für jeden einzelnen im Unternehmen. Alle bei zero arbeiten mit Hochdruck daran, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und stabile Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. In diesem Zusammenhang habe ich mich dazu entschieden, mich aus dem operativen Management des Unternehmens zurückzuziehen. Persönlich werde ich zero immer eng verbunden bleiben und hoffe, dass die Marke zu neuer Stärke findet“, erklärte Fischer in einer offiziellen Meldung.

Foto: zero