Stefanel auf dem Weg der Besserung
Der angeschlagene italienische Modekonzern kann im ersten Halbjahr 2011 mittlere einstellige Zuwächse verzeichnen. Statt eines Verlustes steht sogar ein Gewinn unterm Strich. Auch wenn die Situation entspannter ist - der Weg zur vollständigen Gesundung ist noch weit.
Mit italienischer Klasse: Stefanel setzt bei seinem neuen Ladenbau-Design auf cleanen Chic und großzügige Warenpräsentation
Es geht wieder aufwärts bei Stefanel: Der italienische Modekonzern konnte im ersten Halbjahr 2011 einen Umsatz von 92,8 Mio. Euro verbuchen, das ist ein Anstieg von 6% im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Die Kernmarke Stefanel trug 73,3 Mio. Euro zum Gesamtumsatz bei, was einem Plus von 2% entspricht. In den direkt betriebenen Stores wurde allerdings ein flächenbereinigtes Plus von 13% erlöst. Die angestoßene Modernisierung der Stefanel Shops, die hauptsächlich in Italien, Deutschland und Österreich durchgeführt wurde, bestätigt die eingeschlagene Strategie. Zu Ende Juni gab es weltweit 495 Stefanel Shops, wovon 173 in Eigenregie betrieben wurden. Während der ersten sechs Monate eröffneten 14 neue Stores, während 28 Standorte geschlossen wurden. Besonders gut lief es bei der Interfashion, das mit der Premium-Marke High um 21% auf 19,5 Mio. Euro zulegen konnte.
„Die Ergebnisse des ersten Halbjahres bestätigen den Wachstumstrend, der bereits im September 2010 begann und nun vor allem im zweiten Quartal sichtbar wird. Die Ergebnisse, die wir in unseren Store erreichten, insbesondere in denen, die wir renoviert haben, führen uns das große Potential der Marke Stefanel vor Augen, und zeigen auf, dass wir die eingeschlagene Strategie weiter verfolgen sollten. Darüber hinaus stimmen die Halbjahreszahlen mit unserem Businessplan überein; das ermöglicht es uns, der Zukunft gelassener entgegen zu sehen“, freute sich Chairman Giuseppe Stefanel.
Ganz aus dem Gröbsten raus ist der Modekonzern dennoch nicht: Zwar konnte der Bruttogewinn aufgrund des höheren Umsatzes von 50,2 Mio. auf 53,5 Mio. Euro gesteigert werden. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich nach -14,9 Mio. auf -12,8 Mio. Euro, während das Ergebnis vor Steuern mit -21,4 Mio. Euro sogar unter dem Vorjahreswert von -20,4 Mio. lag. Letztlich verbuchte die Gruppe aufgrund des Verkauf ihrer Beteiligung am Flughafen-Retailer Noel International einen Gewinn von 35,8 Mio. Euro, nach einem Verlust von -23,4 Mio. Euro im Vorjahr.
Fotos: Sybarite







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