Weniger Stress für Strenesse! Der Nördlinger Modeanbieter hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres schwarze Zahlen geschrieben. Die Entwicklung soll nachhaltig sein.

Strenesse Campaign SS15_Aino Laberenz

Strenesse zeigt sich mit Aino Laberenz von seiner neuen Seite

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 (Juli bis Dezember 2014) hat die Strenesse AG bei einem Nettoumsatz von 19,9 Mio. Euro einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 0,8 Mio. Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum hatte das Ergebnis deutlich in den roten Zahlen gelegen. Insbesondere das zweite Quartal hätte sich bei beschleunigtem Umsatzwachstum und verbesserter Ertragskraft sehr positiv entwickelt und konnte sogar einen Periodenüberschuss verbuchen, teilte das Unternehmen mit: „Wir sind auf einem sehr guten Weg, um nachhaltig schwarze Zahlen zu schreiben“, kommentierte Restrukturierungsvorstand Michael Pluta die Entwicklung.

Die Sanierungsmaßnahmen, die das Modelabel seit Anfang 2014 umsetzt, zahlen sich also aus. Das Unternehmen hat die gesamte Organisation und die Kernprozesse neu aufgesetzt und führt ein stringentes Kostenmanagement. Was aber noch besser ist: Der Markt „honoriert“ die aktuellen Kollektionen, berichtet Finanzvorstand Gerhard Geuder. Das stimmt optimistisch und nach einigen Sparrunden investiert Strenesse auch wieder: In Düsseldorf eröffnete jüngst ein neuer 530 Quadratmeter großer Showroom. Weitere Showrooms gibt es in München, Mailand, New York und Tokio. Zudem tritt Strenesse ab der aktuellen Frühjahr/Sommer-Saison mit einem neuen Werbegesicht – der Berliner Kostümbildnerin und Fotografin Aino Laberenz – auf. Mit diesen Maßnahmen will Pluta das Unternehmen langfristig auf solide Beine stellen. Die Investorensuche ist vorerst nachrangig: „Unser Unternehmen ist für das gesamte Geschäftsjahr und darüber hinaus durchfinanziert. Zuerst geht es darum, Strenesse nachhaltig zu sanieren. Ein schneller Verkauf ist keine Sanierung. Ich gehe davon aus, dass wir das Investorenthema ab Sommer 2015 aktiv angehen werden“, kündigt Pluta an.