Turnarounder! Offenbar haben die Sanierungsmaßnahmen gegriffen, denn das angeschlagene Nördlinger Modeunternehmen startet operativ mit schwarzen Zahlen ins neue Geschäftsjahr. Für die weiteren Quartale ist Restrukturierungsvorstand Pluta optimistisch.

Strenesse hat kürzlich einen neuen Store in der Mall of Berlin eröffnet – im Gegenzug hat der Laden am Ku’damm geschlossen

Strenesse hat im ersten Quartal 2014/15 (Juli bis September) einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 0,3 Mio. Euro erzielt und sich damit aus den roten Zahlen herausgearbeitet. Auch das EBIT soll positiv ausgefallen sein, teilte das Unternehmen, das sich momentan in Eigenverwaltung saniert, mit. „Strenesse hat im ersten Quartal den Turnaround geschafft„, freut sich Restrukturierungsvorstand Michael Pluta insbesondere vor dem Hintergrund, dass die letzten Monate von einem „herausfordernden Marktumfeld“ geprägt waren. Pluta unterstützt seit dem Frühjahr CEO Luca Strehle bei der Sanierung des Unternehmens. Die Anfang 2014 eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen – angefangen von nachverhandelten Verträge, über ein deutlich strafferes Kostenmanagement bis hin zu Store-Schließungen und Entlassung – haben sich damit ausgezahlt. Zudem werden die neuen Kollektionen, die Strenesse im Sommer u.a. auf der Panorama gezeigt hatte, gut angenommen.

Strenesse betreibt aktuell zehn Geschäfte und zwölf Outlets – im Zuge der Sanierung wurden u.a. Stores in Düsseldorf, Berlin und München geschlossen. Nichtsdestotrotz will Strenesse in den eigenen Einzelhandel investieren und sucht neue Standorte für Shops, die sich rentabel betreiben lassen. „Wir werden uns jetzt nicht ausruhen, sondern alles daran setzen, um auch in den nächsten Quartalen erfolgreich zu wirtschaften“, so Pluta, der optimistisch ist, dass der Turnaroun nachhaltig ist. Im September hatte er bestätigt, dass Strenesse für das laufende Geschäftsjahr solide durchfinanziert ist.

Die Meldung über tatsächlich schwarze Zahlen tat der Anleihe sichtbar gut: Erstmals seit Monaten hat der Kurs wieder die 50%-Marke überschritten.

Anleger können ein bisschen aufatmen: Der Anleihekurs geht wieder nach oben

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