Schon wieder ein Traditionsunternehmen auf der Kippe: Der Herrenausstatter aus dem unterfränkischen Großostheim musste wegen Liquiditätsengpässen Insolvenz anmelden. Die Produktion geht aber vorerst weiter.

Otto Schuler Herrenmode

Seit über 60 Jahren verkauft Otto Schuller hochwertige Herrenmode

„Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos“, fasst der vorläufig bestellte Insolvenzverwalter Frank Schmitt von der Kanzlei Schultze & Braun die aktuelle Situation der traditionsreichen Otto Schuller Herrenkleiderfabrik GmbH aus Großostheim zusammen. Das Unternehmen hat aufgrund von drohender Zahlungsunfähigkeit am Dienstag einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Grund für die ernste Lage sind Liquiditätsengpässe, die zum einen auf die schwachen Umsatzabrufe aus dem Handel zurückzuführen sind, und zum anderen durch den Vorfinanzierungsbedarf der Ware für die neue Saison verursacht wurden.

Rechtsanwalt Schmitt sieht gute Chancen für eine Fortführung und Sanierung des Unternehmens. Aufgrund des Insolvenzgeldes ist die Bezahlung der rund 90 Mitarbeiter bis zum Jahresende gesichert. Auch die Kunden würden von der kritischen Lage vorerst nichts spüren: Die Produktion und die Auslieferung der laufenden Aufträge ist gesichert, versichert Schmitt. Auch neue Aufträge sollen wie gewohnt entgegengenommen und bearbeitet werden.