Der Verkauf von Seidentüchern und Handtaschen erweist sich als recht einträglich: Das französische Luxusunternehmen erlöste in 2010 einen Umsatz von mehr als 2,4 Mrd. Euro, das ist ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Hermès Artisan Contemporain, depuis 1837

Nachdem Hermès in 2010 Erzählungen und Märchen in den Mittelpunkt der Kreationen stellte, steht 2011 im Zeichen des Handwerks

Die Hermès Gruppe hat im Geschäftsjahr 2010 mit 2,401 Mrd. Euro über 25% mehr erlöst als im Vorjahr. Bei konstanten Wechselkursen verbuchte die Gruppe immerhin noch ein Plus von knapp 19%. Der starke Zuwachs ist natürlich darauf zu schieben, dass die Luxusgüterbranche allgemein stark anzieht und insbesondere die Chinesen westlichen Luxusmarken regelmäßig zu zweistselligen Zuwachsraten verhelfen.

Konkret profitierte Hermès aber von den eigenen Läden, insbesondere in der Weihnachtszeit, und konnte im Retailsegment ein Plus von 31% verbuchen. Das Wholesale-Geschäft legte dagegen nur um magere 3% zu. Außer in Asien, wo die Umsätze um 19% (ohne Japan sogar um 38%) auf über 1,08 Mrd. Euro anstiegen, konnte der Pariser Luxushersteller insbesondere in Amerika mit 24% stark wachsen und erzielte dort 385 Mio. Euro. Im Heimatmarkt Europa kletterten die Umsätze um 18% auf 900,6 Mio. Euro.

Auch alle Produktgruppen verzeichneten ein zweistelliges Wachstum von mehr oder weniger als 20%, wobei insbesondere Handtaschen, Uhren und wie immer Seidenschals und –tücher sehr gefragt waren. Auch die neuen Ready-to-wear Kollektionen wurden hervorragend angenommen.

Der Gewinn soll voraussichtlich 40% über dem Vorjahresergebnis liegen, wobei die enggültigen Ergebnisse am 4. März verkündet werden sollen. Jedoch gibt Hermès schon einen Ausblick auf das Jahr 2011, in dem der Luxuskonzern weiter in das eigene Vertriebsnetz investieren will und 10 neue Stores plant.

Foto: Hermès