Kunert bleibt hinter den eigenen Erwartungen zurück
Abgespeckte Umsatzzahlen: Obwohl die beiden Hauptmarken Kunert und Hudson im dritten Quartal leichte Zuwächse verzeichnen, liegt die Gesamtumsatzentwicklung unter den Prognosen. Das schwierige Marktumfeld und der warme Herbst machten es den Immenstädtern nicht leicht.
Kunert formt zwar schöne Beine, aber in 2011 noch kein schönes Ergebnis
Das dritte Quartal 2011 verlief für den Immenstädter Strumpfhersteller Kunert nicht wie erwartet: Nach dem eher mau verlaufenden ersten Halbjahr, blieben auch die Umsätze von Juli bis September hinter den Erwartungen zurück. Im Vergleich zur Vorjahresperiode musste die Gruppe einen Umsatzrückgang von 3% auf 15,7 Mio. Euro hinnehmen. Zwar lag die Auslieferung der H/W-Kollektion und die Einführung neue Produktlinien über den Erwartungen, die Umsätze aus dem Sofortgeschäft erreichtenaufgrund des warmen Wetters Anfang September nicht das übliche Niveau. Die Umsätze der Eigenmarken Kunert und Hudson entwickelten sich dagegen recht positiv: Kunert verzeichnete u.a. aufgrund der innovativen Linien Kunert Chinchillan und Kunert Forming Effect ein Plus von 4%, Hudson dank der Konzentration auf jüngere Zielgruppen ein Plus von 2%. Dagegen musste im Private Label Geschäft ein Umsatzrückgang von 36% verkraftet werden. Und auch das Retail-Geschäft verlor deutlich.
Trotz des geringeren Umsatzvolumens konnte die Bruttomarge der Gruppe leicht verbessert werden. Das Ergebnis lag zwar über dem Vorjahr, die selbstgesteckten Ergebnisziele wurden aber aufgrund des schleppend verlaufenden Absatzes allerdings nicht erreicht.
Vor dem Hintergrund des eingetrübten Konsumklimas im deutschen Textilhandel, rechnet Vorstand Hermann de Jong für das Gesamtjahr damit, dass die „positive Entwicklung der vergangenen drei Jahre nicht im gewünschten Umfang“ fortgeführt werden kann. Jetzt setzt die Gruppe ihre Hoffnungen in die neuen innovativen Produktlinien und auf das Weihnachtsgeschäft. Von dem angestrebten Ziel eines positiven Jahresergebnisses allerdings hat sich die Gruppe bereits verabschiedet – die jüngsten Einbrüche in der Geschäftsentwicklung und das nach hinten verschobene Herbst/Wintergeschäft werden die Verluste nicht auffangen können.
Foto: Kunert





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