Kunert zieht maue Zwischenbilanz
Der Immenstädter Strumpfspezialist musste im ersten Halbjahr 2012 einen leichten Rückgang der Bruttoumsätze hinnehmen. Als Grund nennt das Unternehmen eine verhaltene Orderrunde, unrentable Flächen und Rückgänge im Private Label Geschäft.
Zu modisch kommt nicht an, aber Farbe setzt sich in den Sortimenten durch
Die Kunert AG hat im ersten Halbjahr 2012 23,0 Mio. Euro und damit 2% weniger als im Vorjahreszeitraum. Insbesondere im Kernmarkt Deutschland lief das Geschäft schlecht, denn hier brach der Umsatz um fast 0,8 Mio. auf 17,6 Mio. Euro. Ursächlich dafür waren die Schließung einiger Outlet-Flächen und der Abverkauf Outletlabels Prince und Princess of Argyle. Außerhalb Deutschlands blieb der Umsatz fast auf Vorjahresniveau. Die Kernmarke Kunert konnte leicht von 10,9 auf 11,1 Mio. Euro zulegen, während Hudson leicht abfiel von 8,4 auf 8,2 Mio. Euro. Das Private Label-Geschäft schrumpfte erwartungsgemäß von 3,4 auf 3,2 Mio. Euro. Erfreulich hervorgehoben wurde dagegen die Entwicklung der ganzjährigen Standartprodukte und der NOS-Artikel, die gute Wachstumsraten aufwiesen, während der Umsatz mit Modeartikeln stark abfiel.
Der leichte Umsatzeinbruch reichte erneut nicht aus, um ein positives operatives Ergebnis zu erreichen. Obwohl die Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstigen Aufwendungen rund 4% unter dem Vorjahr lagen, lag das operative Ergebnis (EBIT) mit 2,49 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahr (2,46 Mio. Euro). Das Konzernergebnis belief sich auf 3,6 Mio. Euro.
Für zweite Jahreshälfte rechnet sich Vorstand Hermann de Jong gute Chance aus, „die im ersten Halbjahr verzeichneten Rückgänge im Umsatz aufholen zu können“. Allerdings wird es darauf ankommen, wie der Absatz im Herbst/Wintergeschäft anzieht. Einiges Potential erhoffen sich die Immenstädter auch von neuen Produkteinführungen wie etwa die Ausweitung der Effect-Serie bei Kunert und der Einführung einer blickdichten 300den-Winterstrumpfhose bei Hudson, sowie der weiteren Anpassung des neuen Markt- und Markenauftritts, insbesondere im Internet. Und de Jong bleibt optimistisch, was die allgemeine Entwicklung des Unternehmens angeht: Die detaillierte Betrachtung der Segmente zeige, dass sich die Gruppe mit der Konzentration auf die Kernsortimente „auf dem richtigen Weg“ befinde. „Die Weichen für eine stabilere nachhaltigere Entwicklung sind gestellt.“
Foto: Kunert





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