Der US-Modekonzern kann den Umsatz in der ersten Jahreshälfte dank guter Nachfrage in Asien und Europa zweistellig steigern. Beim Gewinn musste im selben Zeitraum aufgrund einer Sonderzahlung allerdings ein leichter Rückgang vermeldet werden.

Guess_Kampagne HW 2011

Guess: Stark nachgefragt in Europa und Asien

Der in L.A. ansässige Modekonzern Guess? Inc. hat seinen Umsatz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres (Stichtag: 30. Juli) kräftig steigern können. Insgesamt kletterten die Umsätze um 13,7% auf 1,27 Mrd. US-Dollar (880 Mio. Euro), wechselkursbereinigt lag das Plus bei knapp 9%. Während das Geschäft im Heimatmarkt solide lief (+ 6,5% auf 509 Mio. Dollar im Retail und +3% auf 90 Mio. Dollar im Wholesale), verbuchte das Unternehmen in Europa ein Wachstum von 22% auf 500 Mio. Dollar und in Asien eine Steigerung von 27% auf 115 Mio. Dollar, und profitierte dabei von günstigen Währungseffekten. Allein im zweiten Quartal, in dem das Wachstum noch einmal beschleunigt werden konnte, trugen das Europa- und Asiengeschäft allein 80% zur Umsatzsteigerung bei, erklärte Guess-CEO Paul Marciano.

Weltweit betrieb Guess zu Ende Juli 1.465 Stores (Vorjahr: 1.292), davon 490 in Eigenregie geführte Läden in den USA und Kanada. Im Ausland werden von den 975 Stores mehr als ein Dreiviertel von Partnern geführt.

Aufgrund einer Sonderzahlung in Höhe von knapp 20 Mio. Dollar an einen europäischen Dienstleister konnte das starke Umsatzwachstum nicht auf den Gewinn übertragen werden. Mit 105 Mio. Dollar lag der Nettogewinn nach sechs Monaten daher unter dem Ergebnis der Vorjahresperiode (119 Mio. Dollar).

Korrigierte, verhaltene Prognose für 2011

Für das Gesamtgeschäftsjahr korrigierte Marciano seine Prognose wegen der aktuell eher unsicheren Weltwirtschaftslage, die sich leicht auf die Konsumlaune auswirken könne, leicht nach unten: Für das Geschäftsjahr werden nun Umsätze von 2,74 bis 2,78 Mrd. US-Dollar erwartet, während sich der Gewinn auf 3,25 bis 3,35 Dollar je Aktie belaufen soll.

Foto: Guess