Karstadt plant weitere Schließungen
Da waren es nur noch 76. Die angeschlagene Warenhauskette will laut Medienberichten fünf weitere Häuser schließen. Über das tatsächliche Aus wird heute auf der Aufsichtsratssitzung entschieden.
Von 83 Filialen wird es 2017 wohl nur noch höchstens 76 geben
Das Karstadt-Netz zerfällt immer mehr. Laut einem Bericht des Handelsblatt denkt man bei Karstadt über die Schließung weiterer fünf Filialen in Bottrop, Dessau, Recklinghausen, Neumünster und Mönchengladbach Rheydt nach. In diesen Städten habe die Kaufkraft derart nachgelassen, dass sich die Häuser nicht mehr profitabel betreiben lassen, heißt es aus Unternehmenskreisen. Der Aufsichtsrat soll in seiner heutigen Sitzung über die Schließungen, die für März bzw. Juni 2016 avisiert sind, entscheiden. Sollte es zum Äußersten kommen, werden wohl über 477 Mitarbeiter ihren Job verlieren. Sie wurden laut Medienberichten bereits am Montagabend über die Situation informiert.
Elf Schließungen insgesamt
Das Karstadt Management lässt im aktuellen Sanierungskurs nichts unangetastet. Überall regiert der Rotstift, überall werden tradierte und überholte Prozesse in Frage gestellt und nach neuen Lösungen für Sortimente, Servicekultur und Onlinehandel gesucht. Dabei agiert Geschäftsführer Stephan Fanderl deutlich konsequenter als seine zwei Vorgänger. Nach der Ankündigung der Schließung zweier Häuser in Stuttgart und Hamburg-Billstedt, der K-Towns-Filialkonzepte und Schnäppchen-Märkte sowie der Entlassung einiger Beschäftigten in der Essener Zentrale geht es mit der jetzigen Ankündigung immer stärker ans Eingemachte, den Kern des Unternehmens.
Aber anders als durch einen konsequenten Rückzug aus unrentablen Filialen lässt sich der Umsatz- und Ertragsschwund nicht aufhalten. Das weiß wohl auch die Gewerkschaft ver.di, die intern wohl mit deutlich mehr Schließungen gerechnet hatte. Fanderl hat sich fest vorgenommen, Karstadt 2017 bei sinkenden Erlösen wieder in die Gewinnzone zu bringen.







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