Scripted Reality: Oliver Korittke ist der neue „Sneaker President“ des deutschen Schuhunternehmens. Über seine wütende Einlage auf einer Pressekonferenz wird im Netz heftig diskutiert. Die virale Verbreitung des 'Wut-Videos' ist ausdrücklich erwünscht.

Der neue Sneakerpresident und neues Deichmann-Testimonial

Das Essener Schuhunternehmen Deichmann hat den deutschen Schauspieler und bekennenden Turnschuhfan Oliver Korittke zum neuen Testimonial ernannt und ihn gleichzeitig auf den Thron des „Sneaker President“ gehievt. Soweit so gut.

Statt einer klassischen Werbekampagne mit allen dazugehörigen Maßnahmen entschied sich das Unternehmen für eine außergewöhnliche Aktion, über die nun das halbe Netz spricht. Einige Tage nach der angesetzten Pressekonferenz, tauchte im Netz ein angebliches Wutanfall-Video von Korittke auf. In dem knapp ein-minütigen Video, das mit einer verwackelten Handykamera aufgenommen wurde, sieht man den Schauspieler erst meckern und dann völlig ausrasten. Einige Blogs haben die Geschichte viral gestreut. Auch auf der Facebook-Seite von Deichmann wird heiß über das Video diskutiert, ob es nun echt oder eine Fake sei.

Deichmann selbst äußert sich zu dem Vorfall, dass sie mit Oliver Korittke eine Geschichte erzählen und ihn deshalb so „wie man ihn kennt“ zu Wort kommen lassen wollen. Der Film sei „einer Fortsetzungsgeschichte, die uns die nächsten Tage und Wochen in mehreren Teilen noch begleiten wird“, sagt das Unternehmen. „Der Begriff „scripted reality“ dürfte der Sache wohl am nächsten kommen. Am Ende wird die Geschichte dann auch aufgelöst. Wie das aussieht, wollen wir aber jetzt noch nicht verraten.“

In einer Zeit, in der die sozialen Medien eine immense virale Kraft für Marken haben können, keine schlechte Idee. Ob die Aktion mit Erfolg gekrönt sein wird, wird sich spätestens in den nächsten Quartalszahlen zeigen. Seit gestern jedenfalls ist die Kampagne mit Oliver Korittke als „Sneaker President“ in allen Filialen zu sehen.

Foto: Deichmann