Bei der Otto Group bleibt man FOKUSsiert
Wortwörtlich halb so schlimm: Der Hamburger Konzern treibt sein Sanierungsprojekt Fokus weiter voran und geht nun in die Verhandlungen für den Interessenausgleich und den Sozialplan. Allerdings ist abzusehen, dass weniger als die Hälfte der ursprünglich geplanten 700 Vollzeitstellen abgebaut werden sollen.
Auf Kurs: Bei der Otto Group sollen weniger als die Hälfte der ursprünglich geplanten 700 Stellen gestrichen werden
Die Otto Group ist weiter dabei, seinen drei Universalversendern Otto, Baur und Schwab ein klareres Profil zu verpassen und deren Standorte Hamburg, Burgkunstadt und Hanau effizienter zu organisieren. Die Maßnahme ist Teil des umfassenden Zukunftsprojektes FOKUS und sah vor, dass im Zuge dessen rund 700 der insgesamt 6.300 Vollzeitstellen gestrichen werden sollten. Das war ein Novum in der Geschichte des stark sozial orientierten hanseatischen Familienkonzerns und daher setzte man alles daran, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Offenbar haben sich die Bemühungen ausgezahlt, denn durch „vorausschauendes Personalmanagement, Versetzungen und Fluktuation“ konnte die Zahl der abzubauenden Vollzeitstellen um mehr als die Hälfte reduziert werden, teilte Konzernvorstand Alexander Birken heute mit.
Arbeitsplatzerhaltend wirkte sich vor allem die Ausgliederung der Finanzbuchhaltungsfunktionen in ein so genanntes Shared Service Center aus, in dem in Hamburg rund 100 Arbeitsplätze gesichert werden konnten – wenn zu günstigeren Konditionen, denn die Mitarbeiter mussten einem Leistungsverzicht zustimmen. Unabhängig davon, ist die Belegschaft auch der natürliche Mitarbeiterabbau hart, kommentierte der Konzernbetriebsratsvorsitzende Uwe Rost. Der Konzernbetriebsrat geht jetzt mit der Arbeitgeberseite in die Verhandlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan. Man geht davon aus, dass die finale Ergebnisse der Verhandlungen noch vor der Sommerpause mitgeteilt werden können.









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