Der Nürnberger Modehändler kann seine Umsätze trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen in den ersten neun Monaten 2012 weitgehend stabil halten. Aufgrung der Neuausrichtung des Sortiments und interne Kostendisziplin konnte das operative Ergebnis um 50 Prozent gesteigert werden.

Profitables Wachstum steht für Wöhrl an erster Stelle

Die Rudolf Wöhrl AG verbuchte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 (April bis Dezember 2012) Nettoumsatzerlöse in Höhe von 204,7 Mio. Euro. Das sind 1,6% weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings entwickelte sich der Nürnberger Händler mit dieser „weitgehend stabilen“ Entwicklung beser als der Gesamtmarkt, der um fast 4% rückläufig war und aufgrund schwieriger Witterungsbedingungen nicht wie gewohnt vom Weihnachtsgeschäft profitieren konnte.

EBIT 50 Prozent rauf

Trotz des leichten Umsatzrückgangs konnte Wöhrl das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 50% auf 6,0 Mio. Euro steigern. Dazu hatte insbesondere die verbesserte Rohertragsmarge in Folge der zu Jahresbeginn eingeleiteten Änderung der Sortimentsstrategie beigetragen. „Ich freue mich, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen bereits anfangen, Früchte zu tragen. Wir verbinden regionale Präsenz mit sehr umfassender Markenauswahl und individueller Beratung. Gleichzeitig straffen wir die Arbeitsprozesse im Hintergrund, etwa durch moderne Warenwirtschaftssysteme“, so Olivier Wöhrl, Vorstandschef des Unternehmens. Für ihn steht auch in Zukunft profitables Wachstum im Vordergrund. Sein Ziel ist es, aus Wöhrl den „erfolgreichsten, familiengeführten Modefilialisten Deutschlands“ zu machen.