Mehr verdient trotz geringem Wachstums: Der Hamburger Versand- und Dienstleistungskonzern profitiert von seiner auf Rendite ausgerichteten Strategie und kann das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 50 Prozent steigern.

Otto_Group_VorstandsvorsitzenderHans-Otto_Schrader

Hans-Otto Schrader freut sich, dass die Otto Group „wesentliche Ziele“ erreichen und die Rendite signifikant steigern konnte

Nachdem die Otto Group Ende März bereits mitgeteilt hatte, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2012/13 moderat um 1,6% auf 11,8 Mrd. Euro zulegen konnte, gab der Konzern am Mittwoch auch eine Meldung zum Gewinn heraus. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 50% auf 388 Mio. Euro zu. Maßgeblich dafür war der Gewinnsprung im Segment Multichannel-Einzelhandel von 59 Mio. auf 209 Mio. Euro, obwohl in dem Segment lediglich ein Umsatzplus von 0,2% auf 10,057 Mrd. Euro erreicht wurde.

„Unsere nachhaltige und auf Rendite ausgerichtete Strategie zahlt sich aus“, fasst es Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, zusammen „Die Otto Group ist solide finanziert, erwirtschaftet die Mittel für weitere Investitionen aus eigener Kraft und schafft weltweit neue Arbeitsplätze.“ Trotz des Sparprogramms FOKUS, das auch Stellenabbau vorsah, konnte die Zahl der Konzernbeschäftigten um 720 auf 53.823 Vollzeitstellen erhöht werden. Gleichzeitig kündigte die Otto Group an, in den kommenden Jahren stärker in die Online-Aktivitäten zu investieren und dafür bis 2015 rund 300 Mio. Euro bereitzustellen. Für das laufende Jahr rechnet Schrader mit einem „moderat steigenden Umsatz und einem guten Ergebnis in ähnlicher Höhe“ wie im Geschäftsjahr 2012/13.

Foto: Otto Group