Otto Group setzt 6 Milliarden online um
Die Zukunft ist digital: Der ehemalige Katalog-Versender setzt mittlerweile mehr als 6 Mrd. Euro im Internet um. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Wachstum von 7,6 Prozent. Jetzt setzen die Hanseaten verstärkt auf die "Mobil-Machung".
Die Otto Group will die Hälfte ihres Umsatzes mobil erzielen
Nach ersten Prognosen hat die Otto Group im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 (Stichtag: 28. Februar) mit ihren rund 100 Onlineshops über 6 Mrd. Euro umgesetzt. Das sind rund 400 Mio. Euro (bzw. 7,6%) mehr als im Vorjahr. Im deutschen Markt konnte ein Wachstum von 7,8% (oder 290 Mio. Euro) auf rund 4 Mrd. Euro erzielt werden. Damit untermauert die Otto Group ihre Marktposition als weltweit zweitgrößter Onlinehändler hinter Online-Riese Amazon. „Die Otto Group ist über die erreichten Online-Umsatzsteigerungen erfreut“, betont der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Otto Group, Dr. Rainer Hillebrand, „weil wir eine gute Balance gefunden haben zwischen ordentlichem Wachstum und zufriedenstellender Ertragsentwicklung“. Insbesondere in einigen Stammgeschäften haben die Hamburger im letzten Geschäftsjahr gute Erträge im eCommerce erwirtschaften können, teilt das Unternehmen mit.
Das Katalog-Geschäft wird damit wohl über kurz oder lang der Vergangenheit angehören. Bis 2015 will der hanseatische Konzern in einem 3-Jahresplan rund 300 Mio. Euro in eCommerce investieren, u.a. in den Bereichen Technologie bei der Einzelgesellschaft Otto, Multichannel-Vernetzung bei SportScheck, Service bei Yapital oder neue Ventures mit ihren Beteiligungsgesellschaften Project A oder eVentures. Ein großes Online-Bingbang gibt es am 5. Mai, wenn der neue Onlineshop „Collins“ startet, der junge fashion-affine Frauen mit mehreren Spezialshops gewinnen will.
Mobil-Machung
Parallel werden die Mobile-Commerce-Aktivitäten mit der Initiative „Mobile First“ vorangetrieben, schließlich ist Smartphone oder Tablet das Bestellinstrument der Zukunft: „Es liegt auf der Hand, dass uns der Trend zu mobilen Endgeräten antreibt, eine nachhaltige Mobile-Strategie umzusetzen. Unser Ziel ist es, bis 2016 über alle unsere Online-Marken hinweg 50% unseres Online-Traffics mobil zu erwirtschaften“, so Hillebrand weiter. Bereits heute kommen bei einigen Onlineshops bis zu 40% der Besuche über Smartphones und Tablets.






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