Noch zu retten!? Das italienische Denim-Label ist schwer angeschlagen und hofft darauf, im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichsverfahrens einen Restrukturierungsplan umsetzen zu können, der gravierende Veränderungen mit sich zieht.

Wie das Leben so spielt: Meltin’Pot hat in den letzten Jahren deutlich unter der Krise gelitten

Italienische Denim-Marken haben es aktuell nicht leicht. Nach der Sixty Group und einigen anderen steckt nun auch das damals recht erfolgreiche Label Meltin’Pot in einer ernsten Krise. Die Romano SpA, die hinter dem Label steht, hat bereits Ende Oktober ein gerichtliches Vergleichsverfahren zur Sicherung des Geschäftsbetriebes beantragt. „Der Markt bereitet uns immer noch große Schwierigkeiten. Die Orders und die Auftragseingänge für andere Marken sind stark zurückgegangen. Wenn wir wieder effizient und profitabel sein wollen, müssen wir uns zu einer grundlegenden Umstrukturierung verpflichten“, so CEO Augusto Romano.

Von den rund 260 Beschäftigten sind bereits 180 gekündigt worden und erhalten Lohnfortzahlungen. Die restlichen Angestellten werden auf Basis eines Jobsicherungsvertrages weiterbeschäftigt. Bis Ende Januar müssen die Gläubiger dem bis dahin vorzulegenden Sanierungs- und Restrukturierungsprogramm zustimmen. Das sieht die komplette Neustrukturierung des Unternehmens vor, u.a. sollen Produktion und Auftragsfertigung deutlich verkleinert werden, um sich ganz auf die eigene Marke konzentrieren zu können. Um weitere Kosten zu sparen, will Meltin’Pot auf sämtliche Messe-Aktivitäten verzichten. Stattdessen setzt man eher ausgewählte Verkaufsevents, um die Umsätze anzukurbeln. Die liegen für das laufende Jahr voraussichtlich bei weniger als 30 Mio. Euro – deutlich weniger als die avisierten 40 Mio. Euro.