Esprit: Minus 10 Prozent im dritten Quartal
Der an der Hongkonger Börse notierte Modekonzern kommt trotz zahlreicher Initiativen nicht auf einen grünen Zweig. Im dritten Quartal muss das Unternehmen erneut einen herben Umsatzeinbruch hinnehmen, der aber so fast vorgesehen war.
Esprit reduziert sich und verliert Fläche und Umsatz. Positive Impulse gibt es aber von den neuen Trend-Linien
Im dritten Quartal 2013/14 (Januar bis März 2014) musste der Modekonzern Esprit Holdings Ltd. einen Umsatzrückgang von 9,9% auf 6,052 Mrd. HK-Dollar (562 Mio. Euro) hinnehmen. Starke Währungsdifferenzen machten es dem Unternehmen, das von Ratingen aus operiert, aber an der Hongkonger Börse notiert ist, nicht leicht – in den jeweiligen lokalen Währung hätte der Rückgang sogar bei 12,7% gelegen. Grund für den Umsatzschwund war der planmäßig erfolgte Flächenrückgang im Zuge der Rationalisierung des Wholesale-Geschäfts sowie der Schließung unrentabler Retail-Standorte. Zusätzlich schlugen Kalendereffekte (durch das fehlende Ostergeschäft, das dieses Jahr ins vierte Quartal fällt) sowie das schwach verlaufende Asien-Geschäft zu Buche.
Der Retail-Anteil steht mit 3,5 Mrd. HK-Dollar (325 Mio. Euro) immer noch für 58% des Gesamtumsatzes, musste aber auch Verluste von 6,4% (bzw. währungsbereinigt 9%) hinnehmen, wobei die vollzogenen und geplanten Standortschließungen nicht hauptursächlich für den Umsatzrückgang waren, denn auch ohne diese Effekte lag der Rückgang bei -5,6%. Während die Einzelhandelsumsätze in Europa lediglich um 1% (in lokalen Währungen allerdings um 5%) auf 2,582 Mrd. HK-Dollar (240 Mio. Euro) sanken, rutschten die Retail-Erlöse in Asien um über 18% unter die Vorjahreswerte. Im Großhandelsgeschäft sieht es nicht viel rosiger aus: Die Erlöse sanken auch hier um 14,3% auf 2,496 Mrd. HK-Dollar (232 Euro), wobei der Verlust in Europa (um 9.1% auf 2,366 Mrd. HK-Dollar (220 Mio. Euro) mit der Reduktion der Wholesale-kontrollierten Flächen übereinstimmte.
Trend-Kollektionen bringen Umsatzplus – allerdings noch auf zu kleinem Niveau
Betrachtet man die Neun-Monatsspanne ergibt sich ein sehr ähnliches Bild: Insgesamt sanken die Erlöse um 7% (währungsbereinigt um 10,4%) auf 18,862 Mrd. HK-Dollar (1,75 Mrd. Euro), wobei der Rückgang im Retail-Kanal mit -3% auf 11,5 Mrd. HK-Dollar (1,06 Mrd. Euro) geringer ausfiel als im Wholesale-Bereich (-12,7% auf 7,221 Mrd. HK-Dollar (670 Mio. Euro). Während die Herrenkollektionen deutlich verloren (-13%), war der Rückgang bei den Frauenkollektionen mit -1,6% relativ überschaubar, was an dem Erfolg der neuen Produktdivision Women Trend liegen könnte, deren Umsätze sich fast verdoppelten. Die Linie edc by esprit dagegen verlor über 10%.







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