Mailänder Modewoche: Reichlich schick und edel
Vom 23.Februar bis zum 1. März dreht sich das Modekarussell in Bella Italia weiter. Auf über 70 Schauen brillierten bekannte Modehäuser wie Prada, Gucci, Bottega Veneta, Versace, Dolce & Gabbana und Jil Sander mit ihren Entwürfen für die Herbst/Winter Saison 2011/12.
Fashion Week Milan: Der Winter 2011 wird schick und edel
Vom 23. Februar bis 1. März ist Mailand nun in den Fokus der Modewelt gerutscht. Die Veranstalter, die Camera Nationale della Moda Italiana, haben auf der Piazza Duomo, direkt vor dem Mailänder Dom, ein imposantes Zelt aufgestellt. 74 Schauen für die Milano Moda Donna stehen auf dem Programm. Über 2.000 nationale und internationale Medienvertreter aus 37 Ländern hatten sich angekündigt. Die Zahl aller Besucher wird auf weit mehr als 15.000 geschätzt.
Chairman Mario Boselli sieht die Modebranche wieder im Auftrieb: „Wir können unsere Vorhersagen bestätigen. Mit der Herbst-Winter-Kollektion 2011 erreichen wir wieder das Niveau wie vor dem Absturz 2008/2009.“ Und so zeigten große Modehäuser und bekannte Designer, dass die Krise endlich überwunden ist und man sich auch mal wieder etwas leisten kann. Farblich ging es mit leichten Tönen und vielen leuchtenden Farbtupfern zu. Ladylike, lässig und cool wird die Mode für Frauen im kommenden Herbst/Winter 2011/12 – bei der Abendgarderobe darf es dann aber auch wieder weiblich und sexy sein.
D&G versprühten farbenreiche Buchstaben. Auf Ketten und Leggins wurde das ABC gut durchmixt platziert. Als Basis diente grau oder anthrazitfarbender mehr oder weniger grober Strick.Farben wie Rot, Orange und Gelb ließen den Buchstabensalat noch bunter aussehen.
Dicke Strickstrumpfhosen in leuchtendem Rot, Braun oder Senftönen sowie ganz viel Pelz gab es bei Fendi zu sehen. Der klassischer Ladylook wurde durch besondere Elemente wie Regencapes und Strickhosen mit Tunnelzug modern gehalten. Bei der Abendmode faszinierten tiefschwarze Cocktailkleider.
Prada zeigte eine Kollektion für wahre Ladies. Schwarze Kleider mit tiefen Rückenausschnitten und Faltenröcke sowie Kleider mit großen, orangenen Pailletten erinnerten an die 60er Jahre. Pelzmützen und Schlangenleder rundeten die Entwürfe ab. Ganz verschiedete sich Miuccia Prada von ihren symmetrischen Entwürfen aus dem letzten Sommer nicht und mogelte hin und wieder sehr grafische Teile in die Kollektion.
D&G
Fendi
Prada
Blumarine gab sich bewusst dezent und setzte auf unifarbene Trenchcoats, Rollkragenpullover und Hosen mit weitem Bein in Schwarz, Violett, Creme, Orange und Blau. Lediglich das Dessouskleidchen zum Abschluss erinnerten noch ein wenig an Anna Molinaris vergangene Kollektionen.
Die arabische Paris Group scheint einen guten Riecher gehabt zu haben, denn diese Kollektion lässt sich sicher gut verkaufen: Das Designerduo Tommaso Aquilano und Roberto Rimondi hielten die Kollektion für Gianfranco Ferré architektonisch schlicht und setzten auf hervorstechende, weibliche Details. Enge Lederröcke, klar geschnittene Mäntel und Kleider mit tiefem Rückenausschnitt überzeugten in Creme und Schwarz.
Donatella Versace präsentierte eine Kollektion mit Uniform-Appeal. Dunkle Mäntel und Kleider erhielten ihr i-Tüpfelchen durch glänzende Goldknöpfe. Einige Muster der Kleider erinnerten an den Teppichboden, auf dem die Models liefen. Zum Ende wurde dann auch noch das typische Versace Hollywoodkleidchen aus hauchzartem Chiffon ausgepackt.
Blumarine
Gianfranco Ferré
Versace
Ski Heil! Bei Jil Sander ging es ab auf die Piste. Kurzjacken und Rollkragenpullover erinnerten an die 50er Jahre. Die passende Skihose mit eingebundenem Keilabsatz wurde gleich mitgeliefert. Grobe Mäntel verhüllten den Blick auf die weibliche Silhouette. Gelb, Blau und Weiß dominierten den Retrolook der gesamten Kollektion, die von einem dunkel geblümten Kleid unterbrochen wurde.
Bei Bottega Veneta wurden zarte Rollkragenpullover und transparente Blusen mit Wollmänteln kombiniert. Schlichte Schnitte und raffinierte Stoffe sorgten für eine ordentliche Portion Ablenkung.
Max Mara blieb der Linie treu und überzeugte mit klassischen und schlichten Kombinationen. Weiße und Sandfarbene Kostüme dominierten. Bodenlange Röcke, die mit schlichten Pullovern kombinierten, wurden zum Eyecatcher und mit passenden Sonnenbrillen und Lederhandtaschen abgerundet.
Jil Sander
Bottega Veneta
Max Mara
Frida Giannini bewies wieder einmal untrügliches Stil-Gefühl. Leuchtende Farben und ein brillanter Materialmix überzeugten die Zuschauer von der Gucci-Kollektion. So wurden Lila, Gelb und Orange mit zarten Farben wie Olive und Creme bei Blazern, Kurzjacken und Wollhosen kombiniert.
Dolce & Gabbana versprühte Disco-Flair unter dem Motto „Masculine – Feminine“. In gedeckten Farben wie Schwarz und Weiß, gab es eine streng nach Tanzpartnern unterteilte Kollektion zu sehen. Figur betonte Kleider aus Seide und Chiffon funkelten mit sternförmigen Edelsteinen. Der „Männer“-Look für Frauen liebäugelte mit klassischen Anzügen, Hosenträgern und Jacken, die mit Pailletten verziert waren.
Bei Missoni liefen die Models in Strick und leichtem Pelz über den Laufsteg. Zarte Töne in Rose, Lila und Orange ließen tauchten die Models mit Tuniken in ein Wintermärchen. Chiffon und transparente Stoffe wurden mit Pelzkragen und überlangen Strickjacken kombiniert.
Gucci
Dolce & Gabbana
Missoni









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