Italian Dressing: Sum-up für die Mailänder Modewoche
Die Mailänder Modewoche ist zu Ende und Veranstalter sind im Großen und Ganzen ganz zufrieden. Die Pret-a-porter Schauen hatten guten Zulauf: Mode Made in Italy zeigt sich kontrastreich und fröhlich.
Vom 22. bis 28. September lag das modische Epizentrum in Norditalien, genauer gesagt in Mailand. 171 Kollektionen für die Saison Frühjahr/Sommer 2011 wurden präsentiert. Es gab 78 Shows für 71 Marken und 105 Präsentationen. Das man das enorme Pensum in einer Woche schaffen konnte, lag nicht zuletzt daran, die Veranstalter die Schauen wieder in die Nähe der Piazza Duomo legten. Man sei „dankbar und glücklich“ über den Verlauf der Woche, erklärte die Mailänder Bürgermeisterin Letizia Moratti auf der Pressekonferenz. Über 15.000 Besucher und 1.200 Journalisten ließen sich in Mailand in der letzten Woche blicken. Gleichzeitig wurde die Mode auf die Straße gebracht, um mehr Menschen daran teilhaben zu lassen. „Ich bin absolut zufrieden damit, wie diese revolutionäre Ausgabe der Milano Moda Donna vorbereitet und umgesetzt wurde“, erklärte Mario Boselli, President des italienischen Modeverbandes Camera Nazionale della Moda Italiana. „Wir würden sagen, dass das die Wiedergeburt der Modewoche war.“
Hier ein kurzer Überblick über einige modische Highlights der Fashion Week:
Gucci: Ganz oder Gar nicht – Knallfarben oder Nude? Orange, Jadegrün oder Lila – die Sophisticated Seduction war ein wahrer Farbrausch – umwickelt mit goldenen Gürteln. Die Creme- und cognacfarbenden Tops, Fransenkleider Jumpsuits, die später präsentiert wurden, standen dazu im starken Kontrast.
Dolce & Gabbana: Kurz, kürzer, Hauptsache knapp. Die Kollektion kommt so sinnlich und zart mit vielen Spitzenelementen in unschuldigem Weiß und wenigen schwarzen Akzenten daher, dass sich jede Braut sich sofort für ein Babydoll oder miederähnliches Teil entscheiden würde.
Versace: Strenge Hippiemode – würden die (teilweise sehr) kurzen Entwürfe der Donatella wohl am besten bezeichnen. Die Kollektion war durchaus körperbetont und spielte mit klaren geometrischen Formen in purem Weiß, Koralle oder Meeresblau.
Prada: Miuccia Prada gab ein Farbfeuerwerk mit grellen Gute-Launefarben, Ringeln und Ornamenten, das in einem wunderbaren Kontrast zu den eher strengen Linien stand.
Jil Sander: Raf Simons ließ sich wohl von CC Catch inspirieren: kantige breite Siluetten in Magenta, Lila oder Smaragdgrün oder mit breiten Quer- oder Längsstreifen. Bei den bodenlangen Röcken in Knallfarben mit simplen weißen Shirts ließ sich dann doch der klassische Jil Sander Stil wiederfinden.
Bottega Veneta: Lässige und fließende Schnitte in Weiß, Grau und Schwarz. Ausgestellte Röcke oder bodenlange Kleider geben der weiblichen Figur eine elegante Grazie.
Emporio Armani präsentierte Etuikleider, Kurzjacken und Bermudas ist matten Tönen wie Mint, Grau oder Beige. Im Gegensatz dazu standen Trapezkleider in leuchtendem Pink.
Marni zeigte Sport-Chic: Unifarbenden oder gemusterte Shorts oder Röcke wurden mit ausgefallenen Mänteln mit runden Cut-Outs gemixt. Ozeanfarbende Pailettenkleider und Blumenkleidchen wurden durch (eher unvorteilhafte) Badekappen abgerundet.
Max Mara: Klassische Schnitte und schmale Silhouetten in Grellgelb, Orange oder Fuchsia. Etuikleider mit Ringeln, strahlend weiße Taillenhosen oder Bleistiftröcke gemixt mit einfachen Oberteilen kontrastierten mit dem bunten Highlights.

















Kommentare
Keine Kommentare bisher.