Aufstand in Bönen! Fast die Hälfte aller beschäftigten Mitarbeiter des Textildiscounters streikt am Unternehmenssitz in NRW für den Abschluss eines Tarifvertrags, der die im Einzelhandel üblichen Löhne vorsieht.

Der LKW wird heute wohl stehen bleiben. Die Logistikarbeiter von KiK streiken für höhere Löhne

Am Montagmorgen hat die Gewerkschaft Ver.di zum Streik beim Textildiscounter KiK aufgerufen. Dem folgten laut Angaben von Ver.di rund 200 der 500 Beschäftigten aus dem dortigen Zentrallager, das alle Filialen in Deutschland beliefert. Am heutigen Dienstag wird der Streik ganztätig fortgesetzt, da das Unternehmen nicht auf die Forderung nach Tarifverhandlungen reagierte. Im Gegenteil: KiK-Geschäftsführer Burkhard Schültken hatte in einer Betriebsversammlung erklärt, dass er „niemals die Unterschrift unter einen Tarifvertrag setzen“ werde.

Ver.di braucht also noch viel Durchhaltevermögen, um bei KiK Gehör zu finden. Ziel ist es, dass die Tarifbedingungen des nordrhein-westfälischen Einzelhandels auch beim Bönener Textildiscounter Anwendung finden. KiK-Logistikbeschäftigte erhalten mit rund 1.650 Euro brutto im Monat rund 450 Euro weniger als ihre vergleichbaren Kollegen, die für Unternehmen mit Tarifbindung arbeiten.

KiK verteidigt seine Lohnpolitik mit der gleichen Argumentation wie Amazon: Man orientiere sich an der Vergütung der Logistikbranche und nicht des Einzelhandels.

Foto: KiK