Neuer Art-Man! Der Ex-Kreative von Hugo Boss wechselt zum New Yorker Modehaus. Dort soll Ostwald das Menswear-Business vorantreiben. Die Sparte hat bei den Amerikanern durchaus noch Wachstumspotential.

Durchaus noch ausbaufähig und mit viel Potential: Michael Kors Menswear

Durchaus noch ausbaufähig und mit viel Potential: Michael Kors Menswear

Zum 1. August übernimmt Marcel Ostwald als Senior Vice President Men’s Design eine Schlüsselrolle für das wachsende Menswear-Segment der Michael Kors Holding Ltd. Ostwald soll gemeinsam mit dem Menswear-President Mark Brashear und Designer Michael Kors die weitere Markenstrategie und eine weiterführende Produkt-Vision für die Herrenkollektion entwickeln.

Einer, der Menswear versteht

Ostwald ist durchaus die richtige Besetzung für den Job. Die letzten elf Jahre verbrachte er bei Hugo Boss, die ihre Kernkompetenz trotz wachsender Womenswear-Division immer noch im Bereich Menswear haben. Dort war Ostwald in verschiedenen Kreativfunktionen für Bereiche wie Konfektion, Sportswear, Schuhe, Lederwaren und Accessoires tätig. Zuletzt arbeitete er als Senior Head of Creative Management und Concept Design für BOSS Sportswear. Vor seiner Zeit bei Boss war er Menswear Designer bei Joop! „Sein Talent, seine Erfahrung und sein Markenverständnis machen ihn zur perfekten Ergänzung, um die weitere Expansion unseres Menswear-Geschäfts voranzutreiben“, bescheinigt ihm Kors.

Durchaus noch mit Luft nach oben: Michael Kors Menswear

Durchaus noch mit Luft nach oben: Michael Kors Menswear

Menswear soll für weiteres Wachstum sorgen

Das 1981 gegründete Modehaus Michael Kors gilt seit dem Börsengang vor vier Jahren als eines der am schnellsten wachsenden Modemarken der USA, wenn nicht sogar global. Im Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2014/15 hatte das Haus mit Direktverkäufen, Wholesale-Kunden und Lizenzen 4,37 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Das waren immerhin 32% mehr als im Vorjahr, aber weniger als in den vorherigen Jahren. Das Wachstumsmomentum hatte im vierten Quartal 2015 weiter abgenommen, was auf den flächenbereinigten Rückgang der Retail-Erlöse als auch negativen Währungseffekten im Euro-Raum zurückzuführen war. Der auf Anteilseigner entfallende Gewinn kletterte trotz erheblicher Investitionen ins eigene Retail-Geschäft und negativer Wechselkurses um 33% auf 881 Mio. Dollar.

CEO Michael Idol kündigte an, dass 2016 ein Jahr der „strategischen Investments“ sein wird und rechnet mit Umsätze zwischen 4,7 und 4,8 Mrd. Dollar. Die weitere internationale Retail- und Wholesale-Expansion sowie Ausbau des eCommerce-Geschäfts sind neben der Ausbau der Sparten Schuhe und Menswear die Themen, die verstärkt angegangen werden sollen. Der unkomplizierte, aber auch immer etwas sexy und glamourös anmutende und dabei durchaus erschwingliche Look von Kors hat durchaus auch viel Potential bei Männern. Mal sehen, was Ostwald draus macht…

Foto: Michael Kors