Weitere Länder schließen Tarifverträge ab
Nachgemacht: Kurz vor dem Schlussspurt des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts einigen sich weitere Landesverbände auf neue Tarifabschlüsse im Einzelhandel. Die neuen Verträge sind so wie der aus Baden-Württemberg – mit kleinen Änderungen.
Verdi-Fazit: Die bundesweiten Streiks haben sich gelohnt, schließlich haben die Arbeitgeber bei den Kernpunkten eingelenkt
Nach dem baden-württembergischen Pilotabschluss der letzten Woche näherten sich auch andere Regionen im Tarifkonflikt des Einzelhandels an. In Bayern, Hamburg, Saar und NRW, Mitteldeutschland und Hessen gab es Abschlüsse. Überall diente die Einigung aus Baden-Württemberg als Vorlage. Das heißt, es gibt in allen Bezirken mehr Geld für die Beschäftigten und die gekündigten Manteltarifverträge wurden rückwirkend wieder in Kraft gesetzt.
In Hessen und Hamburg rückwirkend zum 1. Juli 3% und ab April 2014 noch einmal 2,1%. In NRW einigte man sich in der sechste Verhandlungsrunde auf 3% mehr Geld ab August und weitere 2,1% ab Mai nächsten Jahres. In Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) einigte man sich am 11. Dezember ebenfalls auf insgesamt 5,1% mehr Lohn und Gehalt – allerdings in der ersten Stufe erst rückwirkend zum 1. Dezember 2013 und in zweiter Ebene ab Juni 2014. Das bedeutet, dass der Stundenlohn um 69 Cent steigt. Auch die Ausbildungsvergütungen wurden überall deutlich aufgestockt.
Auch die Arbeitsverhältnisse durch Werkverträge beschäftigten Auffüller wurden neu geregelt. Sie werden zukünftig direkt angestellt und erhalten einen Stundenlohn von 9,54 Euro. Ungeklärte Themen wie die Flexibilisierung der Arbeitszeiten, unzeitgemäße Lohngruppen, eine Angleichung von Ost und West bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie der Umgang mit der älter werdenden Belegschaft sollen zu einem späteren Zeitpunkt diskutiert werden.
Foto: Ver.di







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