B(l)usen-Freund: Der Hemdenhersteller aus Passau zeigte sich im Geschäftsjahr 2012 wetterfühlig und musste beim Gesamtumsatz leichte Einbußen hinnehmen. Bei den Blusen konnte hingegen ein zweistelliges Absatzplus erreicht werden. Unterm Strich hadert Eterna aber weiterhin mit roten Zahlen.

Mit eigenen Läden will eterna weiter moderat wachsen

Die eterna Mode Holding GmbH hat im Geschäftsjahr 2012 ihren Umsatz aus dem Vorjahr nicht halten können. Die Erlöse gingen um 1,4% von 96,5 Mio. auf 95,1 Mio. Euro zurück. Der Umsatzrückgang resultierte aus der schwachen Nachfrage im Inland (-2,4%), denn der Exportanteil konnte um 1,1% auf 27,2 Mio. Euro zulegen. Wie der Passauer Hemdenhersteller mitteilte, war das Jahr vor allem durch das witterungsbedingt schwache erste Halbjahr geprägt. Im Bereich Hemden sanken die Erlöse von 75,9 Mio. auf 73,2 Mio. Euro. Auch im Bereich Krawatten, Accessoires und Sonstiges mussten Einbußen von 0,3 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro verbucht werden. Dagegen stieg der der Verkauf von Damenblusen von 16,6 Mio. auf 18,3 Mio. Euro an. Ebenfalls positiv entwickelte sich das Retail-Geschäft, dessen Umsatzanteil auf 20,4% gesteigert werden konnte. Zum Ende des Jahres betrieb Eterna 43 Shops mit einer durchschnittlichen Fläche von 73 Quadratmetern. „Insgesamt haben wir im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz sowohl im Retail‐ als auch im Exportgeschäft steigern können und insbesondere im Segment Blusen deutliche Zuwächse verzeichnet. Dadurch waren wir in der Lage, die im ersten Halbjahr witterungsbedingt schwächere Umsatzentwicklung bei Kurzarmhemden nahezu auszugleichen“, so Henning Gerbaulet, seit Januar 2013 Geschäftsführender Gesellschafter.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rutschte u.a. aufgrund von gestiegenen Kosten für die Anstoßfinanzierung von sechs neuen Retail-Stores von 14,0 Mio. auf 11,9 Mio. Euro. Nach nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf den Firmenwert in Höhe von 6,4 Mio. Euro, einem Finanzergebnis von -4,5 Mio. Euro und Kosten für die Anleiheplatzierung in Höhe von 2,1 Mio. Euro musste Eterna einen Fehlbetrag von 4,7 Mio. Euro ausweisen. „Bereinigt um die Abschreibungen auf den Firmenwert und das außerordentliche Ergebnis ist es uns gelungen, das Konzernergebnis leicht auf 3,9 Mio. EUR zu verbessern. Maßgebliche Richtgröße bleibt für uns das EBITDA, denn es belegt ganz deutlich die operative Stärke und die anhaltend hohe Schuldentilgungsfähigkeit unseres Geschäftsmodells“, stellt Gerbaulet klar.

Für das laufende Jahr ist er optimistisch: Eterna sei gut ins neue Geschäftsjahr gestartet und habe sich bisher positiver entwickelt als die Textilbranche insgesamt. Mit geplanten Investitonen von 3,9 Mio. Euro für die weitere „moderate“ Retail-Expansion, die Optimierung des Systemgeschäfts und der Verbesserung der Flächensteuerung im Großhandel sowie die Forcieurng des Onlineverkaufs sollen in diesem Jahr sowohl Umsatz als auch EBITDA gesteigert werden. Außerdem soll die Marke weiter geschärft werden.

Foto: Eterna