Laurèl sieht sich auf einem guten Weg
Das Aschheimer Premium-Modelabel kann im Vergleich zum Rumpfgeschäftsjahr umsatztechnisch weiter zulegen, allerdings drückten Sonderbelastungen auf die Ertragsentwicklung. Im laufenden Geschäftsjahr laufen die Geschäfte allerdings blendend.
Laurèl lässt sich durch Sondereffekte nicht davon abbringen, eine renditestarke Premium-Marke zu werden
Die Laurèl GmbH hat im Geschäftsjahr 2012/13 (Stichtag 30. April) über 35,7 Mio. Euro umgesetzt. Auch wenn die Zahlen mit dem Rumpfgeschäftsjahr 2011/12 (November bis April), in dem Laurèl 17,1 Mio. Euro umsetzte, nicht vergleichbar sind, lässt sich doch ein positiver Umsatztrend erkennen. 28,1 Mio. Euro wurden dabei über den Wholesale-Kanal (Vertrieb über Multibrand-, Shop-in-Shops und Franchisenehmer) und 7,6 Mio. Euro über Retail umgesetzt. Unter Einbeziehung der 100%igen Tochtergesellschaft Laurèl Asia ergab sich ein Gruppenumsatz von 37,8 Mio. Euro (Rumpfgeschäftsjahr: 18,3 Mio. Euro).
Belastende Sondereffekte
Bei den Ergebniszahlen konnte das Unternehmen allerdings nicht an die Vorjahresvorgaben anknüpfen. Das EBITDA lag mit 0,4 Mio. Euro deutlich unter dem des Rumpfgeschäftsjahres (2,6 Mio. Euro), während das EBIT mit -1,9 Mio. Euro sogar negativ wurde (Rumpfgeschäftsjahr: 2,3 Mio. Euro). Das Management nennt zwei Gründe für negative Ertragsentwicklung: Zum einen wirkten sich die einmaligen Emissionskosten für die Anleihe als auch die außerordentliche Abschreibung auf Forderungen gegenüber der ehemaligen Schwestergesellschaft Apriori, die mittlerweile insolvent ist, in Höhe von rund 2,4 Mio. Euro belastend aus. Bereinigt um diese Sondereffekte lag die Ertragslage schon deutlich näher auf Vorjahresniveau. „Man muss aber auch etwas hinter die Zahlen schauen: Wir haben uns gezielt für eine Unternehmensanleihe entschieden, um unsere Expansion sehr zügig, umfassend und ohne die Beschränkungen aus Bankdarlehen vorantreiben zu können. Dies führt im ersten Schritt zu höheren Aufwendungen, die sich erst nach den notwendigen Anlaufphasen, die üblicherweise bei zwei bis drei Jahren liegen, in höheren Umsätzen, Erträgen und Cashflows niederschlagen werden“, so Geschäftsführer Dirk Reichert.
Auf einem guten Weg
Insgesamt drei neue Stores in Wien, Amsterdam und Madrid wurden im letzten Geschäftsjahr eröffnet. Im laufenden folgen vier weitere in Düsseldorf, Köln, Dresden und Berlin. Darüber hinaus wurde das eCommerce Geschäft angeschoben und der Wholesale-Kanal im deutschsprachigen Raum, Russland, Osteuropa und China personell gestärkt und teilweise neu organisiert. All diese Maßnahmen zeigen im laufenden Geschäftsjahr bereits sichtbare Erfolge: In den eigenen Stores konnte Laurèl zweistellig wachsen und in den ersten sechs Monaten des Kalenderjahres um 12% auf vergleichbarer Basis zulegen. Im Großhandel konnte Laurèl fünf neue Key-Account-Flächen hinzugewinnen und erreichte in der Vororder F/S 2014 mit nun 38 Franchisern ein Plus von 30%. Insgesamt lag die Vororder zweistellig über der Vergleichssaison des Vorjahres. Insofern sieht sich CEO Reichert darin bestätigt, dass Laurél auf dem besten Weg ist, „eine wachstums- und renditestarke Modemarke im Premium-Segment“ zu sein.
Laurèl Fashion Week Berlin Frühjahr / Sommer 2014 from Laurèl on Vimeo.







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