Breuninger legt deutlich zu
Auf der Gewinnerseite! Während die Umsätze des stationären Einzelhandels stagnieren oder gar schrumpfen, legt die Stuttgarter Kaufhaus-Gruppe im letzten Jahr zweistellig zu.
Bislang gab sich Breuninger recht zugeknöpft, was seine Geschäftsentwicklung anging. Ein Interview mit Breuniger-Chef Willy Oergel im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung zeigt, wie gut es um den Branchenprimus aus Stuttgart bestellt ist. Die Umsätze sind im letzten Jahr um „etwas mehr als zehn Prozent im Gesamtunternehmen“ gestiegen – bei „sehr solider“ Ergebnisentwicklung.
Breuninger: Fast überall ein Plus
Nachdem die Gruppe in 2013 noch 640 Mio. Euro umgesetzt hatte, waren es in 2014 bereits 706 Mio. Euro, erläuterte Oergel der Zeitung. Die Gründe für das Wachstum sind vielfältig: Das neue Haus in Düsseldorf trug dazu bei, aber auch der Onlinebereich und ein flächenbereinigtes Plus in den bestehenden Häusern. Das Stammhaus in Stuttgart legte im letzten Jahr flächenbereinigt bspw. um 2% zu, während das Haus in Sindelfingen nur mit einem Pari und das Breuningerland in Ludwigsburg sogar mit einem Minus abschließen mussten.
Neue Standorte in deutschen Metropolen gesucht
Positiv stimmt Oergel allerdings, dass sich Breuninger aktuell „wieder deutlich besser als der Markt“ entwickelt. Für ihn ist der momentane Vergleich die „entscheidende Bezugsgröße“. Damit das so bleibt, will er das Sindelfinger und Ludwigsburger Breuningerland vergrößern und weiterentwickeln. Nur so können sie seiner Auffassung nach, mit neuen Einkaufszentren konkurrieren. Gleichzeitig investiert Breuninger in Logistik und IT – und ist auf der Suche nach neuen Standorten, etwa in Hamburg, Frankfurt oder München. „Wir wollen in Großstädten wachsen“, sagt Oergel, der plant, noch einige Jahre am Steuer von Breuninger zu stehen.









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