Schöne Bescherung: Der deutsche Distanzhandel hat vom Weihnachtsgeschäft deutlich stärker profitiert als der stationäre Handel. Insbesondere Mode und Schuhe haben Onlinehändlern satte Zuwächse beschert.

Entwicklung des Distanzhandels im Weihnachtsgeschäft in den letzten Jahren: eCommerce (hellere Säulen) profitiert enorm

Im Weihnachtsgeschäft 2012 konnte der Interaktive Handel (Multichannel- und Onlinehandel) satte Umsätze machen und stärker als der stationäre Handel profitieren, so das Fazit des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh). Der Umsatz aller Distanzhändler stieg von 6,8 Mrd. Euro in 2011 auf 8,3 Mrd. Euro. Das Wachstum ging hauptsächlich vom eCommerce-Geschäft aus, dessen Anteil überproportional um 25% von 4,4 Mrd. Euro auf 5,5 Mrd. Euro anstieg.

Weihnachtsgeschenke werden zunehmend online bestellt

Stärkste Warengruppe im Weihnachtsgeschäft waren mit 2,3 Mio. Euro Bekleidung, Schuhe und Textilien, was bedeutet, dass diese Artikel immer häufiger im Internet geordert werden. Platz 2 und 3 nahmen Unterhaltungselektronik (820 Mio. Euro) und Bücher (560 Mio. Euro) ein. Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh, findet hingegen eine andere Entwicklung entscheidend: „Besonders interessant im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft ist der eCommerce-Anteil, der im Jahresdurchschnitt bei über 70% lag und hier 66% ausmachte. Ein deutliches Zeichen dafür, dass auch Print im Weihnachtsgeschäft eine wesentliche Rolle einnimmt.“

Zusätzlich zu dem Umsatz mit Waren von 8,3 Mrd. Euro noch einmal mit 1,7 Mrd. Euro mit digitalen Gütern wie etwa Tickets für Events, Kino oder Reisen ausgegeben.

Foto: Amazon // Graphik: bvh