2010 wird für die Versandhandelsbranche ein Rekordjahr. Erstmals soll die 30-Milliarde-Marke geknackt werden. Umsatztreiber ist das Onlinegeschäft, dass jetzt deutlich mehr als die Hälfte der Versandhandelsumsätze auszeichnet.

Versandhandel

Immer mehr Bestellungen müssen versandt werden - hauptsächlich gehen sie über's Internet ein

Erstmals durchbricht die Versandhandelsbranche die 30-Milliarden-Euro Grenze – das prognostiziert der Bundesverband für Versandhandel (bvh) in einer aktuellen Hochrechnung, die in Zusammenarbeit mit TNS Infratest entstanden ist. Mit 30,3 Mrd. Euro werden die bvh-Prognosen aus dem Sommer noch einmal übertroffen. Damals hatte der bvh vorhergesagt, dass die Branche in 2010 29,9 Mrd. Euro erlösen wird.

Wachstumstreiber ist – wie immer – das Internet. Für 2010 erwartet der bvh, dass mit Bestellungen im Netz 18,3 Mrd. Euro umgesetzt werden. Damit liegt der Umsatzanteil für eCommerce bei über 60%. Das sind 7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Zurückzuführen ist dies darauf, dass das Angebot der interaktiven Händler immer größer wird. „Katalogversender verkaufen zusätzlich online, Internethändler eröffnen Geschäfte in Einkaufsstraßen und bisher stationäre Händler eröffnen ihre eigenen Shops im Netz”, erklärt Thomas Lipke, Präsident des bvh. Aber auch die reinen Internethändler verbuchen ein Plus und steigern ihren Umsatz von 5,2 auf 6,2 Mrd. Euro. Onlineshopping ist schon lange kein „Nischenphänomen“ mehr, sondern mittlerweile ein etablierter Vertriebskanal, der Potential hat, weiter zu wachsen. Der Trend zum Onlineshopping wirkt sich auch auf das Weihnachtsgeschäft im Netz aus. Von 6 Mrd. Euro, die im Versandhandel für’s Fest ausgeben werden, landen rund 3,6 Mrd. Euro im World-Wide-Web. Thomas Linke geht jedenfalls davon aus, dass die Branche weiter „rasant“ wachsen wird.