Aufbauarbeit, die sich gelohnt hat: Vorstandschef Herbert Hainer rechnet damit, dass der Herzogenauracher Sportartikelkonzern bereits in diesem Jahr mehr als eine Milliarde Euro umsetzen wird.

Good job! Herbert Hainer erreichte mit adidas ein Jahr früher die Wachstumsziele für den russischen Markt

Der Sportartikelkonzern adidas hat sein Wachstumsziel in Russland früher als geplant erreicht. Gegenüber der Welt am Sonntag erklärte CEO Herbert Hainer, dass der Konzern mit den drei Streifen „mehr als 1 Mrd. Euro umsetzen“. Eigentlich hatten sich die Herzogenauracher vorgenommen, in der ehemaligen Sowjetrepublik die Milliardenmarke erst in 2013 zu knacken. „In Russland kommt uns zugute, dass wir nun die Früchte aus jahrzehntelanger Aufbauarbeit ernten“, so Hainer. Adidas stattet bereits seit Jahrzehnten russische (bzw. früher sowjetische) Sportler aus und wird auch Sponsor der russischen Nationalmannschaft zur Fußball-WM 2018 sein. Darüber hinaus betreibt adidas in Russland mehr Läden als sonst in einem Land: Die  Mit mehr als 800 eigenen Shops ist Adidas in fast jeder größeren Stadt, und dort meist nur in Bestlagen, vertreten. Mit einem Umsatzanteil von 7% ist Russland neben China und den USA einer der wichtigsten Märkte für den Herzogenauracher Konzern. In Deutschland setzt Adidas rund 5% um.

Insgesamt plant die adidas Group bis 2017 den Umsatz auf 17 Mrd. Euro zu steigern. Die Häfte des Wachstums soll dabei in den drei wichtigen Märkten Asien, USA und Russland erreicht werden.

Für die Jugend-Lifestyle-Marke Neo zog Hainer ebenfalls eine gute Zwischenbilanz. Mittlerweile gibt es zehn Geschäfte der Marke in Deutschland. Davon laufen sieben „gut“, eins im „Plansoll“ und zwei „leicht unter den Erwartungen“. Nach China und Russland, wo Neo bereits mit je 1.000 bzw. 60 Shops vertreten ist, hält Hainer eine Retail-Expansion in andere europäische Länder durchaus für denkbar.

Foto: Adidas Group