Adidas nimmt Russland ins Visier
Die Russen sollen den Herzogenauracher Sportartikelkonzern an die Weltspitze hieven: Bis 2013 will das Unternehmen mehr als 1 Milliarde Euro in der ehemaligen Sowjetrepublik erreichen. Das bedeutet jährlich ein zweistelliges Wachstum.
Adidas will an die hervorragenden Marktpositionen in Russland und den GUS-Staaten anknüpfen und dort Nummer 1 werden
Die adidas Gruppe hat Russland/GUS – neben Nordamerika und China – zu einem der drei zukünftig größten Fokusmärkte erklärt. Die Gruppe erwartet, dass die Umsätze in der Region jährlich zweistellig wachsen. „Die adidas Gruppe eilt in Russland/GUS von Erfolg zu Erfolg. Mit adidas als Nr. 1 und Reebok als Nr. 2 in diesem Markt ist unsere Gruppe klarer Marktführer. Angesichts unseres anhaltend starken Wachstums gehe ich davon aus, dass der Umsatz der adidas Gruppe in Russland/GUS bis 2013 die 1-Mrd.-Euro-Marke überschreiten wird,“fasst adidas-Vorstand Herbert Hainer die Pläne zusammen.
Sowohl adidas als auch Reebok sind in Russland sehr populär. Darüber hinaus ist die Gruppe mit ihren Marken im lokalen Einzelhandel sehr präsent. Insbesondere setzt adidas auf das eigene Retailgeschäft, das Kompetenz, Image und Produktangebot besser darstellen kann als der markenübergreifende Fachhandel. Bis Ende 2011 soll die Zahl der eigenen Geschäfte in der Region Russland/GUS auf 800 Standorte ansteigen, bis 2015 sollen dann noch einmal 400 Stores hinzukommen.
Positive Effekte erhofft sich die adidas Gruppe auch von der UEFA EURO 2012™, die nächsten Jahr in der Ukraine und Polen ausgetragen wird und bei der adidas als offizieller Sponsor, Ausrüster und Lizenznehmer präsent sein wird. Während adidas in der Ukraine bereits Marktführer ist, soll in Polen die Pole-Position unter den Marken bis 2015 erreicht werden.
Laut dem Strategieplan „Route 2015“ sollen die drei Märkte Russland, China und Nordamerika in den nächsten vier Jahren zusammen mehr als 50% des Gesamtumsatzes beisteuern. Adidas plant, bis 2015 rund 17 Mrd. Euro umzusetzen und eine operative Marge von 17% zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2010 lag der Umsatz bei rund 12 Mrd. Euro.
Kopf-an-Kopf-Rennen: Nike nimmt’s sportlich
Während adidas sich auf den russischen Markt konzentriert, sitzt der US-Rivale Nike auch nicht untätig herum. Charlie Denson, Brand Presindent von Nike, erklärte kürzlich weiter „sehr intensiv in den chinesischen Markt zu investieren, um die Umsätze bis 2015 zu verdoppeln“. Aktuell setzt Nike rund 1 Mrd. US-Dollar in China um und betreibt dort rund 7.000 Retail-Stores.







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