Nach der Insolvenz und Übernahme durch die Tengelmann-Gruppe ist das einst verschmähte Billigkaufhaus auf der Überholspur und konnte die Zahl der Filialen um mehr als ein Drittel erhöhen. Am Donnerstag eröffnete die Kette ihre 200. Filiale. Weitere folgen asap.

Expansionslustigster deutscher Einzelhändler: Mehr als 50 neue Filialen in anderthalb Jahren

Am 1. Dezember eröffnete im Merkurhaus in der Leipziger Petersstraße das 200. Kaufhaus der Woolworth-Kette. Damit kehrt das Traditionsunternehmen wieder zurück an einen Standort, wo es bereits vor dem vor dem 2. Weltkrieg vertreten war – wenn auch ein paar Meter weiter. „Durch den Einzug in das Merkurhaus setzen wir ein Zeichen – wir knüpfen mit dieser Filiale an alte Zeiten an“, freut sich Dieter Schindel, Vorsitzender der Geschäftsführung, über die Eröffnung mit Symbolcharakter.

Die Neueröffnung ist Teil einer expansiven Wachstumsstrategie. Seit der Übernahme im Juli 2010 durch die HH-Holding (Teil der Tengelmann-Gruppe) wird die Expansion in großen Schritten vorangetrieben. Über 45 Woolworth Häuser wurden neu eröffnet, 25 bestehenden Filialen renoviert. Bis Ende 2012 soll es 250 Nahversorgungskaufhäuser geben. Langfristiges Ziel ist es, das Kaufhausnetz auf 500 Häuser zu verdichten. Dabei kommt Woolworth gut voran; bis Ende des Jahres stehen noch weitere Eröffnungen an, u.a. in Limburg, Oberhausen, Soest und Chemnitz. Laut der Immobilienzeitung hat das Unternehmen darüber hinaus noch „26 beidseitig unterschriebene Mietverträge in der Pipeline“. Noch vor dem Sommer 2012 sollen 70 bis 80 der alten Filialen renoviert sein.