KiK: Präsenter, nachhaltiger und modischer
Optimistisch dem Jahreswechsel entgegen: Der Textildicounter aus Bönen zieht für das Jahr 2011 eine positive Bilanz und rechnet erneut mit einem Umsatzwachstum. In 2012 soll die Präsenz in Osteuropa verstärkt und die Filialen aufpoliert werden.
KiK will den Imagewechsel auch nach außen sichtbar machen: Mehr Helligkeit, weniger Rot sollen die Filialen daherkommen
Der Jahreswechsel naht, Zeit Bilanz zu ziehen und Pläne zu schmieden: Der Textildiscounter KiK rechnet für 2011 mit einem guten Jahresabschluss. Aufgrund des traditionell gut verlaufenden Weihnachtsgeschäfts rechnet das Unternehmen für das laufende Jahr mit einem Umsatzwachstum und schwarzen Ergebniszahlen. In 2010 hatte KiK mit mehr als 3.000 Filialen über 1,66 Mrd. Euro umgesetzt.
Expansion gen Osten
Für das neue Jahr hat KiK sich einiges vorgenommen. Die Expansion in neue Märkte soll weiter vorangetrieben werden. Nach dem Markteintritt nach Kroatien im September 2011 soll das Filialnetz in dem südosteuropäischen Land auf rund 100 Standorte ausgeweitet werden. Im März 2012 wird der Markteintritt nach Polen, dem achten Absatzmarkt, geprüft. „Wir sehen, dass unser Konzept in den bisherigen Märkten hervorragend von unseren Kunden angenommen wird. Das spornt an, weitere Märkte zu erschließen”, erklärte Dr. Michael Arretz, Geschäftsführer für Nachhaltigkeitsmanagement und Unternehmenskommunikation. Wenn der Markteintritt nach Polen gut verlaufe, dann will das Unternehmen weiter nach Osteuropa expandieren. Bis 2015 soll die Zahl der Filialen europaweit auf 4.000 Standorte ansteigen.
Raus aus der Schmuddelecke, rein in die Gesellschaft
Michael Arretz kann bereits einige Erfolge aufweisen: Lieferanten werden von unabhängigen Stellen geprüft
Aber auch daheim soll sich einiges ändern: Die Filialen des Discounters sollen ein Facelifting bekommen. Nachdem KiK kontinuierlich das eigene Image, das in der Vergangenheit durch Meldungen um Billiglöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Produktqualität gelitten hat, aufpoliert, soll der innere Wandel nun auch nach außen sichtbar gemacht werden. „Helligkeit rein, Rot raus“, fasste Arretz das neue Ladenkonzept zusammen, das bis 2015 in die rund 2.600 deutschen Standorte implementiert werden soll. Auch der Fashionanteil im Sortiment soll ausgeweitet werden, genauso wie der Anteil der Markenartikel. Ziel sei es, nicht mehr als Billigheimer wahrgenommen zu werden, sondern „in der Mitte der Gesellschaft“ anzukommen.
Ansonsten kann Arretz seit seinem Antritt im Jahr 2010 auf einige Erfolge verweisen: 75% der rund 16.000 KiK-Mitarbeiter in Deutschland haben aktuell einen sozialversicherungspflichtigen Job. Seit 2010 gibt es einen firmeninternen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde. Mit einer neuen Imagekampagne positioniert sich KiK als chancenstiftender Arbeitgeber.In einem Nachhaltigkeitsbericht, übrigens dem ersten in der Textildiscounterbranche, wird über die Einhaltung von Umwelt-, Sozial- und Arbeitsstandards informiert. Eine eigene Service-Unit in Asien hilft Lieferanten bei der Verbesserung der Produktqualität und der Einführung eines effizienten Nachhaltigkeitsmanagements. Insgesamt also: Besser als wie man denkt…
Fotos: KiK





Kommentare
Keine Kommentare bisher.