Obwohl sich die Umsätze in den ersten neun Monaten recht ordentlich entwickelten, musste der Bregenzer Wäsche- und Womenswearanbieter herbe Verluste beim Ergebnis hinnehmen. Der Gewinn gibt um fast zwei Drittel nach.

Wolford kann mit Shapewear dazulegen

Die Wolford AG vermeldet für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres (1. Mai 2012 bis 31. Januar 2013) ein leichtes Umsatzplus von 2,5% bzw. 3 Mio. Euro auf 124,1 Mio. Euro. Während die Umsätze bei den Wolford-eigenen Standorte (119 Wolford Boutiquen (davon 85 Partner-geführt), 25 Outlets, 33 Concession Shop-in-Shops und Online) um 9% zulegen konnten (flächenbereinigt +4%), mussten im Wholesale-Geschäft deutliche Einbußen von 4% hingenommen werden müssen. Insbesondere das Geschäft in den in Eigenregie geführten Boutiquen und im eCommerce konnte mit Zuwächsen von 10% bzw. 56% deutliche Wachstumsimpulse verzeichnen. Regional betrachtet gab es umsatzstärksten Markt USA ein „signifikantes Wachstum“ und auch in den europäischen Kernmärkten Deutschland, Frankreich, UK, Skandinavien, Schweiz und Belgien gab es Umsatzzuwächse. Im Heimatland Österreich und den Niederlanden hingegen mussten Umsatzrückgänge hingenommen werden.Innerhalb der Produktgruppen konnte Wolford mit Lingerie und Shapewear deutlich zweistellige Zuwächse erzielen, das umsatzstarke Ready-to-wear-Geschäft war allerdings rückläufig, teilte das Unternehmen mit.

EBIT rutscht ab

Während die Erlössituation dank des Retailgeschäfts solide entwickelte, rutschte das EBIT von 9,66 Mio. Euro auf 3,65 Mio. Euro ab und lag damit deutlich unter den Erwartungen, aber immerhin wieder im positiven Bereich. Zurückzuführen war diese Entwicklung auf gestiegenen Aufwendungen für die Eröffnung neuer Boutiquen sowie deutlich höhere Werbe-, Fracht-, IT- und Beratungskosten, die die betrieblichen Aufwendungen um rund 5 Mio. Euro auf 36,88 Mio. Euro stiegen ließen. Nach Steuern erreichte die Gruppe ein Ergebnis von 2,48 Mio. Euro (Vorjahr: 7,06 Mio. Euro).

Für das Gesamtgeschäftsjahr 2012/13 rechnet die Gruppe nach wie vor mit einem leichten Umsatzwachstum sowie einem positiven operativen Ergebnis, das jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert liegen wird. Mit den rund 3.000 Handelspartnern soll intensiver zusammengearbeitet werden, um das Wholesale-Geschäft zu stärken. Die Kostenpositionen sollen stärker überprüft werden.

Foto: Wolford AG/ Bregenz