Heimlich, still und leise begab das Nördlinger Familienunternehmen im Rahmen einer Privatplatzierung eine Unternehmensanleihe. Rund 12 Mio. Euro wurden eingenommen. Das Geld soll für die Ablöse von Schulden und zur strategischen Neuausrichtung verwendet werden.

Strenesse will das Wachstum u.a. auch mit mehr Retail-Locations forcieren

Die Strenesse AG hat im Wege einer Privatplatzierung eine Unternehmensanleihe in Höhe von 12 Mio. Euro begeben. Die Anleihe richtete sich nur an institutionelle Anleger, hat eine einjährige Laufzeit und wird mit 9% verzinst. Strenesse beabsichtigt mit dem Nettoemissionserlös bestehende Finanzverbindlichkeiten abzulösen und die strategische Neuausrichtung sowie das Unternehmenswachstum zu forcieren. „Wir wollen uns auf unsere Stärken konzentrieren. In diesem Zuge werden wir die Marke Strenesse weiter schärfen, sie gleichzeitig weiterentwickeln und wieder sehr präsent platzieren”, so Luca Strehle, Vorstandsvorsitzender der Strenesse AG. „Damit einhergehend ist auch eine internationale Expansion,  unter anderem über Shoperöffnungen in Osteuropa und Asien, geplant”, so Strehle weiter.

Bei der Strenesse AG gab es im letzten Jahr einige Veränderungen: Luca Strehle übernahm den Vorstandsvorsitz von seinem Vater Gerd Strehle im 1969 gegründeten Familienunternehmen und Chefdesignerin Gabrielle Strehle hörte auf. Ab der Saison Herbst/Winter 2013 sollen die beiden DOB-Linien Strenesse Gabrielle Strehle und Strenesse Blue unter dem Namen Strenesse zusammengeführt werden. Für die kreative Ausrichtung zeichnet sich seit Anfang Februar diesen Jahres Natali Acatrini aus. Im Geschäftsjahr 2010/2011 setzte die Strenesse AG laut Bundesanzeiger knapp 68 Mio. Euro um bei einem Jahresüberschuss von 1,7 Mio. Euro.

Foto: Strenesse