Der österreichische Wäsche- und Strumpfanbieter kann den Umsatz im ersten Quartal 2012/13 zwar aufgrund neu eröffneter Boutiquen weiter steigern, unterm Strich fällt der Verlust allerdings fast doppelt so hoch aus wie im Vorjahr.

Auf dünnen Beinchen: Wolford wächst zwar mit eigenen Läden, muss aber einen größeren Verlust verkraften

Die Wolford AG startete mit gemischten Zahlen, aber nicht weniger optimistisch ins neue Geschäftsjahr 2012/13. Im ersten Quartal (Mai bis Juli) verbuchte das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 4,1% auf 33,1 Mio. Euro.

Dabei war das Retailgeschäft sowohl Umsatztreiber als auch Verlustbringer. So konnte das Unternehmen den Umsatz mit eigenen Boutiquen, Shop-in-Shops, Factory Outlets und E-Commerce um 13,3% auf 18,1 Mio. Euro steigern. Flächenbereinigt war ein Plus von 7,4% drin, wobei das Onlinegeschäft einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung leistete.Damit beträgt der Retail-Anteil nun knapp 55%, einschließlich der partnergeführten Boutiquen erlöste Wolford sogar 66,6% des Gesamtumsatzes durch die Monobrand-Distribution. Regional betrachtet gab es aus den USA, Frankreich, Belgien und UK zweistellige Wachstumsimpulse.

Aufgrund der überproportionalen Kosten für die Neueröffnungen rutschten die Ergebniszahlen, die in diesen traditionell eher umsatzschwachen Monaten ohnehin negativ ausfielen, weiter ab. Das EBITDA sank von -0,6 Mio. Euro auf -1,3 Mio. Euro, das EBIT von -1,3 Mio. Euro auf -3,3 Mio. Euro. Das Periodenergebnis gab ebenfalls weiter nach und betrug nach -1,8 Mio. Euro im Vorjahr nun -3,2 Mio. Euro.

Nichtsdestotrotz will das Management weiter an dem Expansionskurs festhalten und die Monobrand-Distribution weiter ausbauen. Neben Europa und Nordamerika soll der Fokus dabei insbesondere auf die Region Greater China gelegt werden, wo bis 2016 mehr als 50 Boutiquen eröffnen sollen.

Foto: Wolford AG