Versace entrinnt fast dem Minus
Finanzielle Trendwende beim italienischen Modehaus. Die Gruppe legt beim Umsatz um knapp zehn Prozent zu und schreibt endlich wieder ein schwarzes operatives Ergebnis. Unterm Strich bleiben die Zahlen aber rot. In 2011 soll aber alles wieder gut werden.
Versace: In 2011 endgültig raus aus den roten Zahlen
Die Versace SpA schreibt zwar immer noch Verluste, jedoch lag das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 weit über den eigenen Erwartungen. „Wie erwartet, schrieb das Unternehmen in 2010 einen Verlust“, kommentierte das Modehaus die Zahlen für 2010, ohne genau zu beziffern wie hoch der Verlust war.
Bei den Umsätzen hingegen wurde Versace spezifischer: Die Umsätze kletterte um 9,1% auf 292,3 Mio. Euro. Die Wholesale-Umsätze stiegen um 15% auf 116,4 Mio. Euro. In den eigenen Stores verbuchte die Gruppe ein Plus von knapp 10% auf 137,9 Mio. Euro. Damit liegen die Zahlen zwar immer noch weit entfernt von den Vorkrisenumsätzen, aber die Richtung stimmt.
Die 2009 angestoßenen Restrukturierungsmaßnahmen, bei der rund ein Viertel aller Verkaufspunkte geschlossen und 350 Mitarbeiter entlassen wurden und ein rigoroser Sparkurs gefahren wurde, zeigten beim operativen Ergebnis erste Erfolge. Das EBITDA stieg nach einem Verlust von 2,4 Mio. Euro in 2009 auf einen 22,3 Mio. Euro und lag damit weit über den Erwartungen. Die Nettoverschuldung konnte von über 80 Mio. auf 30,5 Mio. Euro reduziert werden.
Für 2011 rechnet CEO Gian Giacomo Ferraris mit weiter steigenden Umsätzen und einem positiven Ergebnis. Bis 2015 plant Ferraris sogar, die Umsätze zu verdoppeln. Nachdem man sich 2009 aus Japan zurückgezogen hat, sollen im September – auch trotz der derzeitigen Katastrophe – zwei Stores in Tokio eröffnet werden.
Foto: Versace



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