Auch wenn die Branche im letzten halben Jahr unter eher unpassenden Wetterbedingungen litt, konnte die Schuhhandelsverbundgruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres in der Zentralregulierung um über 12 Prozent steigern.

Garant konnte bei der Zentralregulierung zweistellige Zuwächse verbuchen

Die Düsseldorfer Garant Gruppe konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres ihr Zentral-regulierungsvolumen um 12,3% auf 717,2 Mio. Euro steigern und verzeichnete in allen Ländern, in der die Gruppe aktiv ist, deutliche Zuwächse. Als Grund nennt die Gruppe die guten Abverkäufe der Ware aus den vorangegangenen Saisons sowie neue Zentralregulierungsverträge mit leistungsstarken Lieferanten und Herstellern. Während im Kernmarkt Deutschland das Zentralregulierungsvolumen um 2,4% auf 179 Mio. Euro stieg, überflügelte die Niederlande Deutschland mit Zuwächsen von 5,2% auf 182,5 Mio. Euro. In Frankreich steigerte die Gruppe das Volumen um über 52% auf 96 Mio. Euro, was auf den rasant erweiterten Fachhändlerkreis zurückgeführt werden konnte. Auch nach Ende des dritten Quartal hält der Positivtrend an: Zu Ende Oktober verbuchte der Schuhhandelsverbund ein Zentralregulierungsvolumen von 787,3 Mio. Euro, was 9,4% über dem Vorjahreszeitraum (720,2 Mio. Euro) lag.

Dem Schuhhandel machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung

Der Handel entwickelte sich im Gegensatz zur Zentralregulierung rückläufig. Die kühlen Temperaturen im Frühjahr leerten zwar die Winterlager, führten aber kaum zu hoher Nachfrage nach den neuen Frühlingskollektionen. Der Verkauf der Sommerware verlief aufgrund der regnerisch-kalten Sommertage ebenfalls schleppend. Somit musste der Schuhfachhandel im Garant Verbund in allen wesentlichen Märkten Verluste hinnehmen: in Deutschland und Belgien um -1%, in Österreich mehr als -2%, in den Niederlanden um -4% und in der Schweiz sogar um knapp -6%. Allein in Frankreich konnte ein Plus von über 1% verzeichnet werden.

Für das Gesamtjahr rechnet die Garant Gruppe in Anbetracht der aktuellen Zahlen weiter mit einer Steigerung des Zentralregulierungsvolumens und entsprechender Umsatzsteigerungen. Das operative Ergebnis vor Steuern soll positiv ausfallen und auf Höhe des Vorjahresniveaus liegen.

Foto: : GDS, Messe Düsseldorf © Constanze Tillmann