Textilarbeiter in Pakistan fordern bessere Arbeitsbedingungen
Schlechte Sicherheitsstandards: Nachdem vergangene Woche bei Fabrikbränden in Pakistan mehr als 300 Textilarbeiter starben, werden die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen im Textil- und Bekleidungssektor in Pakistan und weiteren Ländern laut.
Bei einem Brand in zwei pakistanischen Fabriken kamen vergangene Woche mehr als 300 Beschäftigte ums Leben
Mehr als 300 Textilarbeiter kamen vergangenen Dienstag bei Fabrikbränden in Karachi und Lahore ums Leben. Nun fordern die Textilarbeiter in Pakistan bessere Sicherheitsbedingungen in den Fabriken. Gewerkschaften und Arbeitergruppen protestieren seit den Großbränden, um auf die Situation aufmerksam zu machen. In den Fabriken gab es weder Feuermelder noch Löschbrausen. Vor allem kleine und mittelgroße Fabriken in Pakistan stehen wegen ihrer schlechten Sicherheitsstandards in der Kritik – etwa bei der elektrischen Verkabelung. Außerdem fehle es häufig an angemessenen Fluchtwegen.
Da es bei dem Fabrikbrand in Karachi nur einen Ausgang gab, seien die Arbeiter aus Panik aus den Fenstern des dreistöckigen Gebäudes gesprungen. Dabei zogen sie sich schwere Verletzungen zu. Die Notausgänge seien verschlossen gewesen, um dem Diebstahl von Kleidungsstücken vorzubeugen. Zudem seien auch die Fenster größtenteils vergittert gewesen. Laut Angaben der Ärzten starben die meisten Beschäftigten nach Rauchvergiftungen. Viele Leichen seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.
Die mögliche Ursache für den Brand in Karachi sei ein defekter Generator. Der Funkenschlag habe möglicherweise Baumwollballen und chemische Färbemittel entzündet. Die drei Besitzer der Fabrik, in der unter anderem Wäsche produziert wurde, sind derzeit flüchtig. Gegen sie wurde ein Haftbefehl erlassen und ein Ausreiseverbot verhängt.
Foto: via flickr




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