Streik in Kambodscha beendet – vorerst
Zehntausend streikende Textilarbeiter haben nach vier Tagen ihre Arbeit wieder aufgenommen. Die lokale Regierung hat Verhandlungen über die Erhöhung des Mindestlohns angeboten.
Die Gewerkschaftsführer der kambodschanischen Gewerkschaften haben den Streik vorerst beendet, nachdem die Regierung Verhandlungen über den Mindestlohn von Textilarbeitern angeboten hatte.
Die kambodschanische Regierung hat entschieden, am 27. September zusammen mit Gewerkschaftsvertretern und Arbeitgebern über höhere Löhne und verbesserte Sozialleistungen für Arbeiter aus der Textil- und Schuhherstellungsbranche zu entscheiden. Damit ist der Massenstreik vorerst beendet. An dem Streik hatten sich laut Angaben der lokalen Gewerkschaften am Ende rund 200.000 beschäftigte aus über 90 Fabriken beteiligt und damit die gesamte Textilbranche des Landes lahm gelegt. Rund 60.000 Arbeiter aus 30 Fabriken hatten am Montag begonnen für einen monatlichen Mindestlohn von umgerechnet 73 Euro zu streiken. Derzeit liegt der Lohn bei unter 50 Euro und reicht nicht aus, um die Arbeiter ausreichend zu versorgen.
Die kambodschanische Textilindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes und beschäftigt rund 345.000 Menschen.
Foto: via picapp/Reuters/Chor Sokunthea






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