s.Oliver profitiert von Fashion Hero
Den richtigen Riecher hat das Rottendorfer Modeunternehmen nicht nur mit Petra Winter sondern auch der Teilnahme an der Designer-Casting-Show bewiesen. Die von ihr eingekaufte Designer-Ware ist bei den Kunden heiß begehrt. Karstadt und Asos geht es anscheinend ähnlich.
Über Format, Umsetzung und Anspruch der Sendung Fashion Hero kann man streiten, aber Karstadt, s.Oliver und der Onlinehändler Asos profitieren vom Run auf die „Helden“taten der Designer, denn dem deutschen Kunden scheint’s zu gefallen.
Mit je rund 1,2 Mio. Zuschauern bei den bisher ausgestrahlten zwei (bisher eher zähen) Folgen blieben die Einschaltquoten zwar hinter den Erwartungen des Senders, doch dem Abverkauf scheint das mangelnde Interesse nicht zu schaden. Viele der von den Juroren Petra Winter (für s.Oliver), André Maeder (für Karstadt) und Anne Rech (für Asos) eingekauften Teile sind bereits ausverkauft oder nicht mehr in allen Größen verfügbar – und das teilweise schon zwei Tage nach der Sendung.
- Marco Hantel
- Timm Süßbrich
- Tim Labenda
s.Oliver gerät ins Schwärmen
Das rote Stretchkleid von Richard Kravetz, das Petra Winter für s.Oliver mutig ersteigerte, war bereits innerhalb von drei Stunden nach der Sendung am Mittwochabend im Onlineshop ausverkauft. „Auch der Verkauf der Herrenartikel von Tim Labenda läuft sehr gut an. Am ersten Verkaufstag haben wir von einigen Styles bereits schon die Hälfte unseres Bestands verkauft“, erklärt Vanessa Stützle, Head of E-Commerce s.Oliver. Auch der stationäre Verkauf läuft für s.Oliver positiv. Wegen dem etwas zeitversetzten Angebot rechnet das Unternehmen „für kommenden Freitag und Samstag mit starken Verkaufstagen“. Mathias Eckert, s.Oliver Managing Director International Wholesale & Franchise, berichtet, dass nach der Sendung Artikel, wie etwa die Blusen von Rayan Odyll, an einigen der über 380 PoS nicht mehr erhältlich waren.
Kassenschlager für Asos und Karstadt
Ähnlich gute Erfahrungen haben Karstadt und Asos gemacht, auch wenn deren Einkäufer weitaus weniger spendabel sind als ihre Kollegin Petra Winter. Von Anne Rech und insbesondere André Maeder, der fast immer mit verschlossener Miene da sitzt und deshalb bei Twitter schon den Namen „Schweizer Motzkopf“ verpasst bekam, hört man kritischere Töne über die Entwürfe. Kein Wunder, schließlich machen sie den Job auch schon etwas länger als die Winter, die eigentlich aus der Medienbranche kommt (aber anscheinend trotzdem weiß, was ankommt). „Die von uns ersteigerten Teile von Marco Hantel verkaufen sich sehr gut. Seine Bomberjacke ist nach nur 24 Stunden schon bei 75% Abverkauf angekommen“, erklärte Rech nach der ersten Show. Auch Karstadt, das sich Entwürfe von Sarah Tehrani, Marcel Ostertag und Timm Süßbrich sicherte, zeigte sich zufrieden mit dem Verkauf der Fashion Hero-Teile. Allerdings verfehlte Maeder sein Ziel, Anzug und Kleid von Süßbrich, für die er immerhin die Rekordsumme von 130.000 Euro hinblätterte, innerhalb von 24 Stunden komplett zu verkaufen. Am Freitagnachmittag waren die Outfits jedenfalls noch im Onlineshop erhältlich. Für das Unternehmen ist die Teilnahme an der Show dennoch ein Gewinn, rückt der Name Karstadt bei der jüngeren Zielgruppe so doch wieder auf die Liste der Shopping-Destinations.
Am Ende kann es nur eine(n) geben
Und was erwartet die Designer: Von den 21 Kreativen ziehen die, die ihre Entwürfe verkauft bekommen, ins Designer Loft. Dort wird dann entworfen und geschneidert bis ein Sieger feststeht und der kann dann eine ganze Kollektion im Wert von 1,5 Mio. Euro bei allen drei Händlern verkaufen. Wer nicht gewinnt, hatte zumindest die Chance, mal mit einem echten Top-Model gearbeitet zu haben. Ex-Lagerfeld-Muse Claudia Schiffer ist nämlich Coach der jungen Talente. Allerdings wirkt sie im Gegensatz zu GNTM-Jurorin Heide Klum etwas fad.
Fotos: © ProSieben/Richard Hübner







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