René Lezard verbessert Umsatz und Ergebnis
Der Schwarzacher Modeanbieter konnte im Geschäftsjahr 2012/13 trotz angespanntem wirtschaftlichem Umfeld sowohl bei Umsatz als auch Gewinn zulegen. Für das aktuelle Geschäftsjahr ist das Management überzeugt, weiter zulegen zu können. Trotzdem wurde das Unternehmen abgewertet.
Starke Kollektion: René Lezard sieht sich klar auf Wachstumskurs und kann bei Umsatz und Gewinn leicht zulegen
Die René Lezard Gruppe hat im Geschäftsjahr 2012/13 (Stichtag: 31. März) 52,17 Mio. Euro umgesetzt und damit ein leichtes Plus von 0,4% erreicht. Davon wurden rund 60% mit Damenbekleidung, 37% mit Herrenmode und 3% mit Accessoires erlöst. Das Wholesale-Geschäft nahm einen Umsatzanteil von 39% ein, während 61% des Umsatzes durch Eigenvertrieb umgesetzt wurden. Das EBITDA verbesserte sich von 3,28 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro, während das operative Ergebnis von 1,81 Mio. Euro auf 2,06 Mio. Euro anwuchs. Der Jahresüberschuss lag mit 0,18 Mio. Euro ebenfalls über dem Vorjahreswert von 0,08 Mio. Euro. Bereinigt um die einmaligen Aufwendungen für die Anleiheemission sowie einen Zinsverzicht im Rahmen des MBOs im vergangenen Oktober hätte das Ergebnis sogar bei 0,36 Mio. Euro gelegen. Auch der Cashflow konnte sich leicht auf 0,82 Mio. Euro verbessern.
Optimistisch gestimmt
Auch für das laufende Jahr gibt das Management um CEO Heinz Hackl einen positiven Ausblick. Das Modeunternehmen aus Schwarzach am Main ist gut ins neue Jahr gestartet. Für die ersten sechs Monate rechnet die Gruppe mit einem weiteren Umsatzanstieg und ist guter Dinge, auch für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum zu erreichen. Hackl ist überzeugt, dass die Entwicklung für die Attraktivität der Kollektion spricht und darüber hinaus zukünftig von der steigenden Medienpräsenz aufgrund der intensivierten Marketingaktivitäten profitieren wird.
Runtergestuft
Allerdings ist nicht alles rosig: Die Ratingagentur Creditreform senkte die Note vor dem Hintergrund der wegen der gestiegenen Marketingaufwendungen schlechter ausfallenden Ergebnisentwicklung für 2013/14 sowie des nach wie vor schwierigen Branchenumfeldes von BB auf BB-. Das Unternehmen hält die Abstufung zwar für „nachvollziehbar“, steht jedoch zu ihrer Wachstumsstrategie. Man sieht sich auf „einem klaren Wachstumspfad“ und will die Mittel aus der Anleihe wie geplant für „Investitionen in die Marke“ verwenden. Von den 15 Mio. Euro wurde zunächst ein Teil für den Abbau von Bankverbindlichkeiten verwendet, der Rest soll gezielt in die Expansion im In- und Ausland durch Ausweitung des Wholesale-Vertriebs, Eröffnung neuer Stores sowie den Ausbau des Online-Bereichs investiert werden.
Foto: René Lezard















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