Seidensticker rutscht in die roten Zahlen
Beim Bielefelder Hemdenhersteller sank der Umsatz trotz guter Entwicklungen im Retailbereich und den Eigenmarken leicht. Auch unterm Strich sah es schon mal rosiger aus: Das Unternehmen muss einen Verlust verbuchen.
Die Seidensticker-Gruppe hatte bereits Ende August die Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2012/13 (Stichtag: 31. April) vermeldet. Demnach sank der Gruppenumsatz von 203,9 Mio. auf 197,1 Mio. Euro. Die schlechten Entwicklungen im US-Exportgeschäft und der Rückgang im Private-Label-Bereich konnten die positiven Impulse im Retail-Bereich (+21%, flächenbereinigt +3%) und der starken Entwicklung der Eigenmarke Seidensticker (+4,8%) nicht kompensieren.
Die Expansion mit den eigenen Stores ging allerdings zu Lasten des Ergebnisses. Das EBITDA sank von 12,2 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro. Das EBIT verringerte sich von 8,8 Mio. auf 5,5 Mio. Euro. Die Zinszahlungen für die laufende Anleihe drückten dann auch noch auf das Finanzergebnis, so dass ein Vorsteuergewinn von 1,5 Mio. Euro blieb (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro). Insgesamt verringerte sich das Konzernergebnis von 3,7 Mio. Euro auf einen Verlust in Höhe von 1 Mio. Euro.
Aufgrund der schwächeren Branchenentwicklung und der hohen Retail-Investitionen senkte die Ratingagentur Creditreform das Rating von „BB+“ auf „BB“. Allerdings betonte das Unternehmen, dass der positive Kursverlauf der Anleihe im letzten Geschäftsjahr das Vertrauen der Anleger in die Gruppe bestätige.
Foto: Seidensticker







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